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Der TBV Lemgo gewann bereits 1996 und 2006 einen internationalen Titel © getty

Der TBV ist vor dem Finalhinspiel gewarnt: Schaffhausen soll nicht zum Angstgegner deutscher Mannschaften im EHF-Pokal werden.

Von Jessica Pulter

Lemgo/München - Vor vier Jahren haben die Ostwestfalen zum letzten Mal den EHF-Pokal gewonnen, jetzt soll in den zwei Spielen gegen die Kadetten Schaffhausen der insgesamt dritte internationale Erfolg her.

Der TBV Lemgo sollte im Hinspiel am Sonntag (ab 15 Uhr LIVESCORES) vor eigenem Publikum vorlegen, um sich im Rückspiel bei den Schweizern am 1. Juni den Cup zu sichern.

Doch die Kadetten sind ein schwieriger Gegner, gegen den diese Saison schon andere Bundesligisten die Segel streichen mussten.

Flensburg scheitert im Halbfinale

Im Viertelfinale war es Frisch Auf Göppingen, die nur aufgrund der weniger erzielten Auswärtstore ausschieden. Im Halbfinale musste dann die SG Flensburg-Handewitt dran glauben.

Nach einem 31:30-Hinspielsieg verloren die Nordlichter mit drei Toren in der Schweiz, und Schaffhausen erreichte das Finale.

Umso wichtiger wird es für Lemgo sein, einerseits zu gewinnen, sich aber auch ein gutes Polster für das Rückspiel zuzulegen. (DATENCENTER: EHF-Pokal)

Lemgo versucht es mit Tempo

Lemgos Geschäftsführer Volker Zerbe weiß zudem um die Stärke des Gegners: "Schaffhausen ist taktisch sehr gut geschult und hat enorme individuelle Fähigkeiten im Offensiv-Bereich, außerdem eine homogene Abwehr mit einem guten Torwart", erklärt er im Interview mit SPORT1.

Doch dagegen will der TBV mit viel Tempohandball angehen, wie Zerbe durchblicken ließ.

Kadetten haben ein großes Ziel

Schaffhausen will allerdings mit dem Gewinn des EHF-Pokals den größten internationalen Erfolg eines Schweizer Teams feiern. "Wir strotzen nur so von Selbstvertrauen", sagt auch Spielführer David Graubner. "Wenn wir unser Toplevel erreichen, können wir gewinnen."

Allerdings glaubt Graubner nicht daran, dass die Lemgoer den Schweizern den gleichen Gefallen wie Göppingen und Flensburg tun werden: "Bei Göppingen und Flensburg hat man doch gemerkt, dass sie uns ein bisschen unterschätzt haben. Diesen Fehler wird Lemgo nicht machen."

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