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Christoph Theuerkauf wechselte 2010 vom SC Magdeburg zum TBV Lemgo © imago

Der Titelverteidiger siegt gegen Besiktas Istanbul nur knapp. Frisch Auf und Gummersbach können fürs Viertelfinale planen.

München - Titelverteidiger TBV Lemgo muss um den Einzug ins Viertelfinale des EHF-Pokals bangen.

Die Ostwestfalen kamen in der Runde der letzten 16 in der heimischen Lipperlandhalle gegen Außenseiter Besiktas Istanbul nicht über ein 27:25 (12:11) hinaus und konnten sich damit nicht das erhoffte Polster für das Rückspiel in einer Woche in der türkischen Metropole verschaffen.

Frisch Auf Göppingen und der VfL Gummersbach stießen dagegen das Tor zum Viertelfinale weit auf. Der TV Großwallstadt erkämpfte sich imnerhin ein 22:22 (12:11) beim dänischen Vertreter Bjerringbro-Silkeborg.

Oprea ragt heraus

Der überragende Linksaußen Dragos Oprea führte die Göppinger vor 3900 Zuschauern mit neun Toren zum 27:21 (12:10)-Heimsieg gegen den mazedonischen Meister Metalurg Skopje.

Der VfL Gummersbach feierte im Pokalsieger-Wettbewerb auswärts beim portugiesischen Vertreter XICO Andebol gar einen 39:20 (21:11)-Kantersieg. (DATENCENTER: EHF-Pokal).

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TBV wendet Pleite ab

Vor 3019 Zuschauern in Lemgo, darunter etwa 100 Türken, fand der TBV nie ins Spiel und lag in der 46. Minute sogar mit 17:20 zurück.

Entsprechend unzufrieden zeigte sich Lemgos Trainer Volker Mudrow im Anschluss an die Partie: "Wir haben uns natürlich vorgenommen, dieses Spiel deutlicher zu gewinnen, haben uns das Leben aber selber schwer gemacht. In Istanbul müssen wir nun bei Null anfangen."

"Favorit darf nicht straucheln"

Vor dem Rückspiel in der Türkei nimmt er sein Team deshalb in die Pflicht und lässt keine Ausreden gelten: "Wir dürfen nun nicht so devot sein, die Favoritenrolle von uns zu schieben. Als Favorit darf man nur nicht straucheln, darum geht es".

Christoph Theuerkauf glich durch drei Siebenmeter in Folge aus, bevor die Gastgeber in der Schlussphase doch noch zumindest einen kleinen Vorsprung herauswarfen.

Der deutsche Nationalspieler war mit 11 Toren, davon 7 Siebenmeter, auch bester Schütze seines Teams.

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Gummersbach müht sich nur zu Beginn

In Portugal konnten die Gastgeber dem VfL Gummersbach zunächst noch Paroli bieten. Danach spielten die Oberbergischen jedoch ihre spielerische und physische Überlegenheit aus und führten bereits zur Halbzeit deutlich (21:11).

"Wir sind unserer Favoritenrolle gerecht geworden", so das nüchterne Fazit von VfL-Trainer Sead Hasanefendic.

Nationalspieler Adrian Pfahl war mit acht Treffern, darunter ein Siebenmeter, bester Werfer der Partie. Das Rückspiel findet am kommenden Samstag in Gummersbach statt.

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