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Volker Mudrow trainierte den TBV Lemgo bereits von 2002 bis 2007 © getty

Der TBV hat gegen Ademar Leon alle Vorteile, zwei Spieler sind allerdings angeschlagen. Auch der TVG baut auf den Heimvorteil.

Von Annette Bachert

München - Die Misson Titelverteidigung geht weiter - und das im Schongang:

Denn dank des 31:27-Auswärtserfolgs bei Ademar Leon könnte sich der TBV Lemgo sogar eine knappe Niederlage leisten.

Doch davon will Volker Zerbe vor dem Viertelfinal-Rückspiel des EHF-Pokals nichts wissen: "Der erste Schritt ist zwar gemacht, aber im Rückspiel geht es bei Null los."

Vielleicht fürchtet der TBV-Geschäftsführer, dass Volker Mudrow als "lahme Ente" seinem Team keine Beine mehr machen kann.

Der Noch-Trainer, der in der kommenden Saison von Dirk Beuchler ersetzt wird, hat allerdings bei SPORT1 versprochen, weiterhin Vollgas für den TBV zu geben.

Kehrmann-Einsatz unsicher

In der Lipperlandhalle wird Lemgo wohl in voller Mannschaftsstärke in der Lipperlandhalle antreten.

Routinier Florian Kehrmann (Nacken-Beschwerden) und Sebastian Schneider (Knöchelblessur) sind zwar leicht angeschlagen, werden aber gegen Leon im Aufgebot stehen.

Zerbe erwartet aber nicht nur von Spielern vollen Einsatz, sondern fordert auch das Publikum: "Gerade im Europapokal ist das noch einmal der entscheidende Tick, der einen Spielausgang bestimmen kann. Es ist nicht nur eine Floskel, dass die Fans der achte Mann sind."

"Wir haben schon alles erlebt"

Auf die Zuschauer wird Frisch Auf Göppingen in Slowenien wohl nicht setzen können.

Doch das 13-Tore-Polster aus dem Hinspiel sollte dem Tabellenfünften der Toyota HBL das nötige Selbstbewusstsein geben, um bei RK Gorenje Velenje in die nächste Runde einzuziehen.

[kaltura id="0_1ui3ed6f" class="full_size" title="Grosswallstadt schafft die Sensation"]

Nach dem Kantersieg gab sich der zehnfache Torschütze Christian Schöne bei SPORT1 noch etwas zurückhaltend: "Wir haben im Handball schon alles erlebt, deshalb werden wir keine Urlaubsreise machen sondern konzentriert nach Velenje fahren."

Personell kann Coach Velimir Petkovic wohl aus dem Vollen schöpfen. Nach einer Trainingspause werden Schöne (Oberschenkelverhärtung) und Kreisläufer Manuel Späth (Knöchelblessur) wohl aber im Kader stehen.

David: "Es ist alles drin"

Die schwierigste Aufgabe der drei Bundesligisten steht dem TV Grosswallstadt bevor. Der siebenfache Deutsche Meister verlor vor wenigen Tagen das Hinspiel bei Saint Raphael Var Handball mit 31:32.

Nun ist also ein Sieg mit mindestens einem oder mehr als 32 erzielten Toren in der Elsenfelder Sparkassen-Arena Pflicht, wenn der TVG in Halbfinale vorstoßen will. (DATENCENTER: EHF-Pokal).

Coach Peter David ist zuversichtlich: "Nun haben wir trotz der knappen Niederlage eine sehr gute Ausgangsposition. Es ist alles drin."

Kunz glaubt an "Hexenkessel"

"Das knappe Ergebnis in Frankreich verspricht auch für das Rückspiel einen harten Kampf. Wir werden diese Aufgabe hoch motiviert und konzentriert angehen. Unsere Fans werden sicherlich auch wieder ihr Bestes geben, damit die Elsenfelder Sparkassen-Arena sich in einen Hexenkessel verwandelt", so Kapitän Andreas Kunz.

Nicht nur die Stimmung in eigener Halle, sondern auch der 28:25-Sieg gegen den THW Kiel am Dienstag, sollte dem dem TVG aber genug Rückenwind für das Duell gegen die Franzosen geben.

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