vergrößernverkleinern
Rückraumspieler Oliver Köhrmann (l.) ist seit 2008 bei TV Großwallstadt © imago

Das Rückspiel des EHF-Pokalfinales sorgt für Emotionen und Spannung. Großwallstadt wittert die Chance, Göppingen ist siegessicher.

Von Barnabas Szöcs

München - Die schwache zweite Halbzeit gegen Großwallstadt könnte für Göppingen zum Verhängnis werden.

Vor dem Rückspiel des "deutschen" EHF-Pokal-Finals beim TVG werden die Spieler des Toyota-HBL-Tabellenfünften sicherlich noch an den knappen 23:21(13:8)-Sieg denken (Spielbericht).

Denn es waren die Göppinger, die ihren Gegner zurück ins Spiel brachten.

Nach einer starken ersten Hälfte verpassten es die Schwaben vor eigener Kulisse, sich ein deutliches Tor-Polster für das Rückspiel zu sichern, konnten die Vorentscheidung nicht erzwingen, belebten so den Gegner (DATENCENTER: EHF-Pokal).

Alles offen vor dem Rückspiel

Großwallstadt wiederum hielt mit guter Deckungsarbeit dagegen und sorgte für die spannende Ausgangssituation.

So kommt es also im unterfränkischen Elsenfeld zum großen Titel-Showdown der beiden Bundesligisten, in dem weiterhin alles völlig offen ist.

Trainer Petkovic verärgert

Direkt nach der Partie haderte FA-Trainer Velimir Petkovic mit der Leistung seiner Mannschaft, bezeichnete das Auftreten nach der Pause sogar als "nervös": "Das entspricht nicht meinen Erwartungen, und das Ergebnis spricht im Moment für Großwallstadt", zeigte sich Petkovic verärgert und enttäuscht.

"Sind stark genug, dort zu gewinnen"

Nur einige Tage später präsentiert sich der Coach zuversichtlich und hungrig auf den Titel: "Wir haben in dieser Woche viel analysiert und richtig viel gesprochen. Wir sind stark genug, auch dort zu gewinnen."

[kaltura id="0_mmc10bpt" class="full_size" title="Brand hat keinen Spa mehr"]

Seine Anspannung kann Petkovic dennoch nicht verbergen: "Ich trainiere ja auch nicht Hamburg, Kiel oder Kronau, die jedes Jahr in einem Finale stehen."

Sein einziger Titel als Trainer liegt bereits einige Zeit zurück. 1991 holte der 54-Jährige als Coach mit Banja Luka den IHF-Pokal, zwei Jahrzehnte kann er dessen Nachfolger-Cup gewinnen.

Haaß gibt die Richtung vor

Die Angriffslust ist Petkovic vor dem Finale deutlich anzumerken: "20 Jahre sind genug."

Frisch-Auf-Nationalspieler Michael Haaß geht noch einen Schritt weiter: " Es ist ein absolutes Endspiel. Und wir werden den Pott holen."

Doch aufgrund der knappen Niederlage in Göppingen ist die Hoffnung des TVG auf den Titel größer denn je, die Region fiebert dem Rückspiel entgegen, das Spiel ist komplett ausverkauft.

David heizt die Stimmung an

Und genau wie sein Pendant Petkovic versteht es auch TVG-Trainer Peter David, sein Team vor dem wichtigsten Spiel der Saison mächtig anzuheizen.

"Wir werfen alles in die Waagschale, um am Ende mit drei Toren zu gewinnen", sagt David: "Ich glaube, dass ein Sieg mit zwei Toren für uns nicht reichen wird. Auch wenn ich mich immer wiederhole, aber wir glauben an den fast schon magischen Zauber des Hexenkessels."

Halle wird "auseinanderbrechen"

Leicht werden es die Hausherren den Gästen nicht machen, die Chance auf den Cupgewinn ist nach dem Hinspiel förmlich greifbar. Dabei sollen die Fans ihren Beitrag leisten: "Ich gehe davon aus, dass diesmal die Halle auseinanderbrechen wird", so David.

Großwallstadts Team-Manager Uli Wolf geht mit noch mehr Kampfgeist an das Spiel heran: " Die Zeit ist reif. Alle sind nervös, alle sind aufgeregt, aber im positiven Sinne. Es wird nun wirklich Zeit, dass das Spiel beginnt."

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren! Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel