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Der Rückraumspieler Michal Jurecki spielt seit 2008 für den TuS Nettelstedt-Lübbecke © getty

Bei der EM in Österreich gehört der Vize-Weltmeister von 2007 zu den Favouriten. Vor allem Erfahrung zeichnet das Team aus.

Hamburg - Das bislang letzte Duell mit der DHB-Auswahl ging zwar verloren, am Ende durfte man aber dennoch jubeln:

Trotz einer 23:30-Niederlage gegen Deutschland in der Vorrunde holte sich Polen bei der WM im vergangenen Jahr später die Bronzemedaille, während der große Nachbar nach dem Scheitern in der Hauptrunde leer ausging.

Auch bei der EM in Österreich gehört der Vize-Weltmeister von 2007 wieder zu den Medaillenanwärtern. 170038(DIASHOW: Der deutsche EM-Kader)

Das Team von Trainer Bogdan Wenta, das bei der letzten EM vor zwei Jahren als Siebter enttäuschte, kann auf eine gereifte und über die Jahre zusammengewachsene Mannschaft bauen.

Dabei stehen nicht weniger als neun Bundesliga-Legionäre im vorläufigen Kader des ehemaligen deutschen Nationalspielers, der die Auswahl seines Heimatlandes seit Ende 2004 betreut.

Darunter sind die Rückraumasse Karol Bielecki (Rhein-Neckar Löwen) und Michal Jurecki (TuS N-Lübbecke) sowie die Lijewski-Brüder Marcin und Krysztof (beide HSV Hamburg).

Am Kreis ist Bartosz Jurecki (SC Magdeburg) erste Wahl. Rückhalt der Mannschaft ist der erfahrene Keeper Slawomir Szmal (Löwen).

Bilanz gegen Deutschland: 52 Spiele, 17 Siege, 5 Unentschieden, 30 Niederlagen.

Das sagt Sport1.de-Experte Bob Hanning:

"Polen hat eine sehr hohe individuelle Stärke. Sie sind auf beiden Rückraumseiten doppelt gut besetzt. Viele glauben ja, dass die Ausfälle von Grzegorz Tkaczyk und Damian Wleklak die Mannschaft schwächen. Ich sehe das etwas anders und glaube, dass unser Berliner Bartlomiej Jaszka ihnen helfen wird. Er könnte sie sogar noch stärker machen - Jaszka ist ein sehr kluger Regisseur und von der Spielkultur genau der richtige Mann, um die beiden Halben in Szene zu setzen. Großes Plus: Wenta hat seit 2007 eine echte Struktur ins Team gebracht. Für Deutschland ist es natürlich ein Schlüsselspiel. Wir müssen versuchen, im Gegenstoß und im Rückzug einen Vorteil zu haben. Denn aus dem 6:6 sehe ich sie einen Tick stärker."

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