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Daniel Narcisse war mit sechs Toren erfolgreichster französischer Spieler © getty

Für den Ex-Weltmeister geht es trotz des deutlichen Siegs gegen Slowenien nur noch um Platz fünf. Polen schont sich gegen Frankreich.

Von Rainer Nachtwey

München/Wien - Weltmeister und Olympiasieger Frankreich hat ein mögliches Aus bei der EM in Österreich abgewendet.

Der große Titelfavorit gewann sein letztes Zwischenrundenspiel gegen Polen deutlich mit 29:24 (15:10) und zog als Zwischenrundenerster ins Halbfinale ein.

Mit neun Punkten verwies die Mannschaft von Trainer Claude Onesta die bereits qualifizierten Polen auf Rang zwei.

Den Spaniern, die nach dem 40:32 (20:14)-Sieg über Slowenien auf Schützenhilfe der Polen angewiesen waren, blieb mit sieben Punkten nur Rang drei.

Island und Kroatien weiter

Auch für Titelverteidiger Dänemark geht es im Turnier nur mehr um Platz fünf. Die Auswahl um die Flensburger Bundesliga-Stars Lars Christiansen und Anders Eggert unterlag Vize-Weltmeister Kroatien mit 23:27 (11:14).

Neben Kroatien qualifizierte sich Island als Gruppenzweiter für das Halbfinale. Die Mannschaft um Olafur Stefansson bezwang Norwegen mit 35:34.

In der Runde der letzten Vier treffen die Isländer auf Frankreich, Kroatien bekommt es mit Polen zu tun (beide Spiele am Samstag ab 14 Uhr LIVE im DSF und in den LIVESCORES).

Keine Probleme für Frankreich

Den Franzosen gelang gegen Polen der bessere Start, und spielten bis Mitte der ersten Halbzeit eine Sechs-Tore-Führung heraus und hielten den deutlichen Vorsprung bis zur Pause.

In der zweiten Hälfte verwalteten die Franzosen geschickt ihren Vorsprung und konnten sich auf Starkeeper Thierry Omeyer verlassen. Als beste Werfer taten sich Kiels Daniel Narcisse, Cedric Sorhaindo (jeweils 6) und Michael Guigou mit fünf Treffern hervor.

Überragender Alilovic

Nach ausgeglichenem Beginn sorgten die Kroaten Ende der ersten Halbzeit durch aggressiveres Spiel, konsequente Chancenausnutzung und starke Verteidigung für den entscheidenden Vorsprung, als sie auf fünf Tore (14:9) davonzogen.

Zudem zeigte Keeper Mirko Alilovic eine starke Leistung und ließ die Dänen immer wieder verzweifeln. Mitte der zweiten 30 Minuten wies der Torwart eine Quote 50 Prozent gehaltener Würfe (11 von 22 Paraden) auf. Am Ende brachte er es auf 42 Prozent.

Neben Alilovic überzeugten Denis Buntic (8 Tore) und der von den Rhein-Neckar Löwen umworbene Ivan Cupic (4).

Österreich überrascht

Für eine Überraschung sorgte Österreich. Der Gastgeber bezwang Russland mit 31:30 und belegt mit drei Punkten Rang fünf in der Gruppe I und noch vor der DHB-Auswahl Platz neun in der Endabrechnung.

Magdeburgs Robert Weber, der Berliner Konrad Wilczynski und Roland Schlinger (Bregenz) waren mit je sechs Toren die besten Werfer des ÖHB-Teams.

"Unglaublich! Der neunte Platz ist für uns fantastisch, eigentlich unvorstellbar. Das ganze Turnier zum Abschluss noch mit einem Sieg zu krönen ist wunderbar. Jetzt gehen wir erst einmal ein Bier trinken", jubelte Patrick Fölser, Österreichs Kreisläufer in Diensten der HSG Düsseldorf.

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