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Ivano Balic (M.) traf gegen Polen 5 von 9 Würfen bei 33:03 Minuten Spielzeit © getty

In einer wahren Abwehrschlacht setzen sich Balic und Co. gegen Polen durch und treffen im EM-Finale auf Top-Favorit Frankreich.

Von Julian Meißner

München/Wien - Das Traumfinale ist perfekt: Kroatien hat im zweiten Halbfinale der Europameisterschaft in Österreich Polen besiegt und trifft im Endspiel auf Weltmeister und Olympiasieger Frankreich.

Die Kroaten behielten in einer spannenden Partie mit 24:21 (9:10) die Oberhand.

Damit kommt es am Sonntag in Wien zu einer Neuauflage des WM-Endspiels von 2009. Am Samstagnachmittag hatte sich Top-Favorit Frankreich im ersten Halbfinale souverän gegen Island durchgesetzt.

Bester Werfer für die Kroaten war Rechtsaußen Ivan Cupic (6/5). Auf Seiten der Polen traf Michal Jurecki (7) am häufigsten.

Kroatiens Trainer Lino Cervar sagte: "Polen hat sehr gut gespielt. Deshalb bin ich sehr stolz auf mein Team, das nun die sechste Medaille in zehn Jahren gewonnen hat."

Bogdan Wenta, Coach der Polen, meinte: "Kroatien war besser. Wir erholen uns jetzt und hoffen, unsere Chance im Spiel um Platz drei gegen Island zu nutzen."

Polen-Deckung stark

In einem von starken Deckungsreihen dominierten Spiel setzten sich die Polen nach ausgeglichenem Beginn beim 8:6 (21.) durch Mariusz Jurasik erstmals auf zwei Tore ab.

Vor 11.000 Zuschauern in der ausverkauften Wiener Stadthalle kamen die Kroaten offensiv zunächst kaum zum Zuge.

Regisseur Ivano Balic und seine Teamkollegen bissen sich lange die Zähne an der gut eingestellten 6:0-Abwehr der Polen aus und bestachen vor allem durch Einzelaktionen.

Duvnjak mit Dreierschlag

Weil aber die Polen ihre Torchancen nicht konsequent nutzten, blieben die Kroaten bis zum Seitenwechsel in Schlagdistanz.

Hamburgs Supertalent Domagoj Duvnjak (5 Treffer) markierte mit drei Toren in Folge aus dem Rückraum unmittelbar nach der Pause erst den Ausgleich zum 10:10 und dann die Führung für Kroatien.

Über 13:11 (Balic/35.) setzte sich der zweimalige Weltmeister durch einen Siebenmeter des treffsicheren Cupic erstmals auf drei Tore ab (15:12/40.).

Polen steckte aber nicht auf und kam durch Bartlomiej Jaszka vom Kreis zum 15:16-Anschlusstreffer (47.).

Führung souverän verteidigt

Die Führung blieb jedoch in den Händen des Favoriten, der sich mit einem Zwischenspurt wieder auf 19:16 (50.) absetzte.

Diesen Vorsprung gaben die Kroaten nicht mehr aus der Hand und feierten am Ende einen verdienten Sieg.

Damit bietet sich ihnen am Sonntag (17.15 Uhr LIVE und im DSF) die Chance, erstmals EM-Gold ins Land des viermaligen Olympiasiegers zu holen.

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