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Heiner Brand war 13 Jahre lang deutscher Bundestrainer © getty

Das DHB-Team verabschiedet den Bundestrainer mit einem Top-Spiel. Glandorf feiert ein Jubiläum, doch die Ovationen gelten Brand.

Trier - Mit einem Schützenfest haben die deutschen Handballer ihren langjährigen Trainer Heiner Brand verabschiedet.

Die Mannschaft des Deutschen Handball-Bundes (DHB) besiegte Lettland im abschließenden EM-Qualifikationsspiel in Trier mit 32:22 (17:11) und sicherte sich damit den Sieg in der Qualifikationsgruppe 5 406157(DIASHOW: Heiner Brands Karriere).

Brand wurde in seinem letzen Spiel nach vierzehnjähriger Amtszeit von den Zuschauern gefeiert (Jetzt mitspielen: Werden Sie SPORT1 Tipp-König!) .

"Das war das beste Spiel bis jetzt. Ein Teil meiner Karriere geht zu Ende, der mein Leben geprägt hat. Es ist jetzt auch eine Befreiung, weil die letzten Jahre sehr anstrengend waren. Ich bin froh, eine neue Tätigkeit zu übernehmen", sagte Brand.

Hohes Anfangstempo des DHB-Teams

Das deutsche Team, für das die Kieler Christian Sprenger und Dominik Klein jeweils fünfmal trafen, wollte von Beginn an zeigen, dass es das scheinbar bedeutungslose Spiel nicht auf die leichte Schulter nimmt.

Trotz des bereits gesicherten Tickets für die EM in Serbien im Januar 2012 hatte sich die DHB-Auswahl vor 4515 Zuschauern in der ausverkauften Arena von Trier vorgenommen, ein hohes Anfangstempo zu gehen.

Allerdings zunächst ohne Erfolg. Stattdessen startete die Brand-Truppe mit einer hohen Fehlerquote. Auszeichnen konnte sich zu Beginn nur der lettische Rückraumspieler Artis Kurmins, der den Außenseiter schnell mit 3:1 in Führung brachte (4. Minute).

Sprenger überzeugt

Der deutsche Chefcoach hatte im Vergleich zum Österreich-Spiel einige Änderungen vorgenommen.

Er verzichtete auf den angeschlagenen Michael Kraus sowie auf Jacob Heinl, dafür bekamen Steffen Weinhold im Rückraum und Kreisläufer Patrick Wiencek die Möglichkeit, auf sich aufmerksam zu machen. Im Tor begann Carsten Lichtlein für Silvio Heinevetter.

Erst als Holger Glandorf sein 500. Länderspieltor erzielte und Lichtlein einen Siebenmeter entschärfen konnte, kam Deutschland in Fahrt (11.).

Vor allem Sprenger bereitete den punktlosen Letten immer wieder Probleme mit schnellen Tempo-Gegenstößen. Auch Glandorf traf nun besser als in der Anfangsphase und sorgte für die 17:11-Pausenführung.

Groetzki entscheidet die Partie früh

Nach der Pause agierte das DHB-Team konzentrierter. Klein, Uwe Gensheimer und sogar Abwehrchef Oliver Roggisch mit einem seiner seltenen Treffer bauten den Vorsprung zugunsten der Hausherren aus (35.).

Als Patrick Groetzki auf zehn Tore Abstand erhöhte, war das Spiel endgültig entschieden (40.).

Lange Auszeit kurz vor Spielende

Am Ende der Partie stand dann nur noch Heiner Brand im Mittelpunkt.

Der 58-Jährige wurde nach mehr als vierzehn Jahren im Amt mit stehenden Ovationen und Sprechchören verabschiedet.

Drei Minuten vor Schluss nahm er seine letzte Auszeit und wurde noch einmal begeistert gefeiert. Der Gummersbacher wird sich künftig als Manager des DHB um die Zukunft des deutschen Handballs kümmern.

Das Spiel im Stenogramm

Deutschland - Lettland 32:22 (17:11)

Tore für Deutschland: Sprenger (5), Klein (5), Glandorf (4), Groetzki (4), Gensheimer (3), Weinhold (2), Preiß (2), Haaß (2), Hens (1), Roggisch (1), Wiencek (1), Christophersen (1), Kaufmann (1)Beste Werfer Lettland: Dude (4), Kurmens (4), Uscins (4).

Zuschauer: 4515 (ausverkauft)

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