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Nina Wörz spielt seit Februar 1999 für die deutsche Nationalmannschaft © imago

Die DHB-Frauen reisen mit hohen Zielen zur EM. Es gibt Luft nach oben. Spielmacherin Wörz warnt bei SPORT1 vor dem ersten Gegner.

Von Marcus Giebel

München - Endstation Halbfinale - so lautete das Ergebnis der DHB-Frauen bei den vergangenen beiden Europameisterschaften.

Nach souveränen Auftritten in den Gruppenspielen beendeten die Niederlagen gegen Spanien und Russland jeweils den Traum vom ersten EM-Titel.

Bei der achten Austragung in Norwegen und Dänemark (7. bis 19. Dezember, LIVE im TV auf SPORT1) soll es nun endlich klappen.

"Die Hoffnungen sind sehr groß. Wir wollen an die damaligen Ergebnisse anknüpfen. Und wenn wir erstmal im Halbfinale stehen, wollen wir auch ins Endspiel", formuliert Spielmacherin Nina Wörz bei SPORT1 ihre Ziele.

Auftakt gegen Schweden

Auch Teamkollegin Anja Althaus hatte bereits forsch ihren Wunsch auf eine Medaille untermauert.

Dabei stehen dem Team von Rainer Osmann im norwegischen Larvik zunächst machbare Gegner gegenüber.

Zum Auftakt wartet in Gruppe C am Dienstag Schweden (ab 17.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1), danach geht es gegen die Niederlande und die Ukraine.

Wörz: "Feld sehr nah zusammen"

Gerade von den Skandinavierinnen hat Wörz eine hohe Meinung: "Sie sind in der Abwehr stark und spielen schnell nach vorne. Wir müssen sehen, dass wir deren Abwehr bespielen und unsere Tore erzielen, damit sie ihr Konterspiel nicht aufziehen können."

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Für die 30-Jährige ist der Auftakt das Schlüsselspiel, denn "es ist immer wichtig, erfolgreich in ein Turnier zu starten. Das würde alles einfacher machen."

In der Hauptrunde dürften dann einige von Wörz' Titel-Favoriten warten, auch wenn sie betont: "Das Feld ist sehr nah zusammen."

Tests machen Mut

Sie traut neben den beiden Gastgebern auch Rumänien, Russland, Frankreich und Ungarn eine Menge zu, "und uns darf man natürlich auch nicht vergessen".

Die Testspiele gegen Österreich und Rumänien mit drei Siegen bei einer knappen Niederlage haben Mut gemacht.

Auch wenn Wörz klarstellt: "Wir haben nicht immer unsere optimale Leistung abgerufen, es gab gute und schlechte Phasen."

Wörz: Viel professioneller als in Deutschland

Was ebenfalls für ein erfolgreiches Turnier spricht: Wörz und vier Teamkolleginnen genießen quasi Heimvorteil, sind sie doch in Dänemark aktiv.

Wörz selbst trägt seit vier Jahren das Trikot von Randers HK. "Dort ist alles viel professioneller von der Vereinsführung her. Der Handball wird ganz anders dargestellt als in Deutschland", erklärt die Rückraumspielerin.

Häufig werden Partien der Frauen live im Fernsehen übertragen. Doch Wörz stellt auch fest: "Der Männerhandball hat zuletzt etwas aufgeholt, deshalb wird das dänische Team vor eigenem Publikum versuchen, sich wieder mehr ins Rampenlicht zu spielen."

16 Jahre danach

Das hat auch das DHB-Team vor. Der Trip in den Norden soll mit Medaillen-Ehren enden. Bislang gelang dies dem viermaligen Weltmeister erst einmal.

Bei der EM-Premiere 1994 im eigenen Land reichte es zum Vize-Titel. Im Endspiel war Dänemark zu stark.

16 Jahre später findet das Endspiel in der 12.000 Plätze bietenden MCH Multiarena im dänischen Herning statt.

Der beste Zeitpunkt also für eine Revanche - denn das Halbfinale ist diesmal nicht genug.

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