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Anja Althaus war mit zwei Toren am Erfolg gegen die Niederlande beteiligt © imago

Der erste Sieg bei der EM ist eingefahren. Dabei verlangen die Niederländerinnen dem Team von Trainer Rainer Osmann alles ab.

Larvik - Dem Rückschlag folgte die Trotzreaktion: Die deutschen Handballerinnen haben bei der EM in Norwegen und Dänemark ihren ersten Sieg gefeiert und einen wichtigen Schritt Richtung Hauptrunde gemacht.

Der WM-Siebte bezwang am zweiten Spieltag Außenseiter Niederlande in Larvik dank einer Steigerung nach dem Wechsel mit 30:27 (17:18).

Einen Tag nach der Auftaktpleite gegen Schweden (25:27) besiegelten vor 500 Zuschauern Sabrina Richter (7/HSG Blomberg-Lippe) und Anne Loerper (7/4/Bayer Leverkusen) den Erfolg gegen die mit elf Bundesliga-Legionärinnen gespickte Oranje-Mannschaft.

"Diesen Sieg haben wir über die Moral errungen. Man hat das Nervenflattern bei uns gesehen. Ich hätte es mir schon etwas einfacher vorgestellt. Trotzdem ein Kompliment für die kämpferische Leistung", sagte Bundestrainer Rainer Osmann.

Entscheidung Mitte der zweiten Hälfte

Am Freitag reicht der Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) im abschließenden Gruppenspiel gegen die noch punktlose Ukraine (ab 19.40 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) bereits ein Unentschieden für den Einzug in die Hauptrunde.

Die jeweils ersten drei Mannschaften der vier Vierergruppen ziehen in die Hauptrunde ein.

Die Entscheidung in einer ausgeglichenen Partie fiel Mitte der zweiten Halbzeit, als sich die Mannschaft von Bundestrainer Rainer Osmann auf 28:25 (53.) absetzen konnte. In dieser Phase wuchs Torhüterin Sabine Englert über sich hinaus.

Die Deutschen erlebten gegen die Niederlande, die gleich elf Bundesliga-Legionärinnen in ihrem Kader haben, ein erneutes Wechselbad der Gefühle. Nach einer 6:2-Führung (8.) agierte der EM-Dritte von 2008 zu sorglos in der Deckung und geriet folgerichtig in Rückstand (7:8/14.).

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Lamein überragt in Anfangsphase

Vor allen Dingen die beim Bundesligisten Buxtehuder SV unter Vertrag stehende Niederländerin Diane Lamein (5) bekam die Defensive zunächst nicht in den Griff.

Während der deutsche Rückraum in der hektischen Partie lange Zeit hinter den Erwartungen zurückblieb, hielt Rechtsaußen Richter den Favoriten mit ihren Toren im Spiel.

DHB-Coach Osmann verzichtete im ersten Abschnitt komplett auf Schlüsselspielerin Grit Jurack. Die 33-Jährige hatte zum Auftakt gegen Schweden maßlos enttäuscht.

Erst nach dem Wechsel wurde Jurack, die für die Wahl zur Welthandballerin 2010 nominiert ist, eingewechselt. Die Rückraumspielerin konnte die erhofften Akzente setzen und sorgte unter anderem für das 26:24 (45.).

Positive Bilanz gegen Ukraine

Gegen den abschließenden Gruppengegner Ukraine gab es bislang in 15 Vergleichen zehn Siege und fünf Niederlagen. Das letzte Duell gegen den WM-17. hatte die deutsche Mannschaft im November 2008 mit 30:31 verloren.

Das DHB-Team war bei den vergangenen beiden Europameisterschaften im Halbfinale gescheitert und hatte jeweils Platz vier belegt. Die bisher einzige EM-Medaille (Silber) gab es 1994 im eigenen Land.

Der Europameister 2010 ist unter anderem als erste Mannschaft für die Olympischen Spiele in London 2012 qualifiziert.

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