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Natalie Augsburg erzielt gegen die Ukraine lediglich einen Treffer © imago

Die Klatsche gegen Außenseiter Ukraine besiegelt die EM-Blamage für das Osmann-Team. Nur eine Spielerin erreicht Normalform.

Larvik - Hoch gehandelt, tief gefallen:

Die deutschen Handballerinnen haben sich bis auf die Knochen blamiert und nach einer desaströsen Leistung den Einzug in die Hauptrunde der Europameisterschaft in Dänemark und Norwegen verpasst.

Das Team von Bundestrainer Rainer Osmann unterlag Außenseiter Ukraine 23:33 (10:15) und muss sich damit den Traum von der zweiten EM-Medaille abschminken.

Beste Werferin gegen den WM-17. in Larvik war Rekordnationalspielerin Grit Jurack mit sechs Toren.

Osmann unter Schock

"Ich kann es nicht fassen. Ich stehe unter Schock. Das war außerhalb von allem, was wir uns vorgestellt haben. Was wir hier geboten haben, kann ich nicht nachvollziehen. Das habe ich nicht erwartet", sagte Osmann.

Nach der Niederlage gegen Schweden (25:27) und dem Sieg gegen die Niederlande (30:27) hätte sich das deutsche Team sogar eine Pleite mit sieben Toren Unterschied erlauben können, um die Hauptrunde zu erreichen.

Doch nach einer unerklärlich schwachen Vorstellung ist das Aus des Osmann-Teams besiegelt.

"Jede von uns fährt dahin und will eine Medaille gewinnen. Wenn es geht, die goldene", hatte Dänemark-Legionärin Anja Althaus vor dem Turnier noch erklärt und damit ein hohes Ziel ausgegeben.

[kaltura id="0_59g6dh77" class="full_size" title="Debakel f r DHB Frauen"]

Offensiv zu fehlerhaft

Die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) bot von Beginn an vor 500 Zuschauern eine katastrophale Leistung. Einzig der starken Torfrau Katja Schülke (HC Leipzig) war es zu verdanken, dass der Rückstand nach 30 Minuten nicht noch größer war.

Im Angriff lief dagegen fast überhaupt nichts zusammen. Klare Torchancen wurden vergeben, durch technische Fehler und den damit verbundenen Ballverlusten wurden die Spielerinnen der Ukraine immer wieder zu Gegenstößen eingeladen.

Osmann nahm schon nach sieben Minuten eine Auszeit, doch auch dies änderte wenig. Bis zur 27. Minute war der Rückstand auf sechs Tore angewachsen (7:13).

Ukraine nun gegen Titelverteidiger

Auch in der zweiten Halbzeit wurde das Spiel des DHB-Teams nicht besser. In der Abwehr mangelte es an der notwendigen Aggressivität, im Angriff wurden die Bälle weiterhin leichtfertig verloren.

In der 35. Minute hatte die Ukraine beim Stand von 19:11 erstmals den notwendigen Vorsprung von acht Treffern herausgeworfen. In der 44. Minute lag die deutsche Mannschaft mit 16:25 zurück.

Die Ukraine zog damit neben Schweden und den Niederlanden in der Gruppe C in die zweite Turnierphase ein. Dort sind Titelverteidiger Norwegen, Frankreich und Ungarn die Gegner.

Das DHB-Team war bei den vergangenen beiden Europameisterschaften im Halbfinale gescheitert und hatte jeweils Platz vier belegt. Die bisher einzige EM-Medaille (Silber) gab es 1994 im eigenen Land.

Das Spiel im Stenogramm

Deutschland - Ukraine 23:33 (10:15)

Tore: Jurack (6/1), Klein (3), Wörz (3), Loerper (3/1), Lang (2), Härdter (1), Mietzner (1), Augsburg (1), Richter (1), Steinbach (1), Althaus (1) für DeutschlandBeste Weferin der Ukraine: Manaharowa (8)Zuschauer in Larvik: 500

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