Die deutschen Handballerinnen haben in souveräner Manier das Ticket für die Endrunde der Europameisterschaft vom 4. bis 16. Dezember in den Niederlanden gelöst.

Die Mannschaft von Bundestrainer Heine Jensen feierte im vorletzten Qualifikationsspiel in Minsk einen nie gefährdeten 33:26 (15:12)-Erfolg gegen Weißrussland und festigte mit 8:2 Punkten die Führung in der Gruppe 1 vor den punktgleichen Ungarinnen (34:24 gegen Aserbaidschan).

Mit einem Sieg im letzten Spiel am Sonntag (16.00 Uhr) in Rotenburg an der Fulda gegen Aserbaidschan würde sich das deutsche Team wegen der Bilanz der direkten Duelle sogar den Gruppensieg vor Ungarn sichern.

Torfrau Clara Woltering, die Mitte Mai mit ihrem Klub Buducnost Podgorica die Champions League gewonnen hatte, war vor 1500 Zuschauern mit zahlreichen Paraden ein sicherer Rückhalt.

Neben der 29-Jährigen, die am 22. November 2003 gegen Weißrussland ihr Debüt im Nationalteam gegeben hatte, ragten als beste Werferinnen Stefanie Melbeck von Vizemeister Buxtehuder SV (6) sowie in ihrem 25. Länderspiel Nadja Nadgornaja von Meister Thüringer HC (13/8) heraus.

Nadgornaja durfte sich in der Partie über besondere Unterstützung freuen. Die 23-Jährige, die in Kiew geboren wurde, hatte einige Familienangehörige auf der Tribüne. Auch ihre Großmutter hatte ihr Kommen angesagt.