Die deutsche Rekordnationalspielerin Grit Jurack hat nach 20 Jahren Leistungssport die Handball-Bühne verlassen.
Beim 29:20 (12:9)-Testspielsieg der DHB-Auswahl in Juracks Geburtsstadt Leipzig gegen Tschechien absolvierte die 34-Jährige ihr 306. und letztes Länderspiel im Nationaltrikot.
Wegen einer schweren Schulterverletzung musste die wohl beste deutsche Handballerin im August ihre Rücktritt bekannt geben.
Jurack, die von Bundestrainer Heine Jensen in den ersten Minuten der Halbzeiten viel Spielzeit erhielt, erzielte ihre Tore 1580 und 1581 im deutschen Trikot.
Vor dem Spiel hatte sich Jurack als zweite Person überhaupt nach Bernhard Kempa ins Goldene Buch des Deutschen Handball-Bundes (DHB) eingetragen. Das Spiel gegen Tschechien war für die Deutschen der drittletzte Test vor der Europameisterschaft in Serbien (4. bis 16. Dezember).
"Ich möchte mich bei Grit Jurack für all das bedanken, was sie in den letzten Jahren für den Handball getan hat", sagte DHB-Präsident Ulrich Strombach, der dem Aushängeschild auch eine Tätigkeit im Verband anbot: "Wenn dein Kind dir Zeit lässt, wirst Du etwas Entsprechendes vorfinden."
Zudem kündigte Strombach an, Jurack als offizielle Botschafterin für die Heim-WM 2017 verpflichten zu wollen.
Mit dem DHB-Team holte sie zweimal WM-Bronze und nahm 1996 und 2008 an den Olympischen Spielen teil. Mit dem dänischen Klub Viborg HK gewann sie dreimal die Champions League.
Insgesamt wurde sie fünfmal zur Handballerin des Jahres in Deutschland gewählt. Am 23. Januar 1996 hatte sie mit 18 Jahren ihr Debüt in der Nationalmannschaft gegeben.
