Nach dem bitteren Ende des Finaltraums erwiesen sich die Handballerinnen des Thüringer HC als faire Verlierer.

"Das war ein würdiges Halbfinale, aus meiner Sicht war es ein vorweggenommenes Finale. Jetzt wollen wir, dass Hypo gewinnt", sagte Trainer Herbert Müller nach dem 22:24 (11:10) im Halbfinalrückspiel des Europapokals der Pokalsieger bei Hypo Niederösterreich.

Nach dem 32:32 im Hinpiel reichte die knappe Niederlage dem deutschen Meister nicht zur ersten Finalteilnahme der Vereinsgeschichte, der achtmalige Champions-League-Sieger erwies sich in der entscheidenden Phase als abgeklärter.

Bis zur 50. Minute hielten die Gäste das Spiel offen, hatten zu Beginn der Begegnung sogar über weite Strecken geführt, ehe Niederösterreich vorentscheidend zum 21:18 (53.) davonzog. Vor allem die brasilianische Hypo-Torhüterin Barbara Arenhart verhinderte mit mehreren Paraden in der Schlussphase eine Aufholjagd des THC.

"Beide Mannschaften haben sich nichts geschenkt. Das Tempo war nicht so hoch, weil die Abwehrreihen dominiert haben", sagte Müller:

"Es hätte aber auch anders ausgehen können. Jeder, der Handball kennt, weiß, was ich meine." Beste Werferin beim THC war Kerstin Wohlbold mit sechs Treffern, im Finale treffen die Österreicherinnen auf Issy Paris.

Der THC kann sich jetzt ganz auf die nationalen Titel konzentrieren. Sowohl in den Meisterschafts-Play-offs als auch im Pokalwettbewerb steht das Team im Halbfinale.

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