DHB-Team: Schwerer Gang in die Hölle von Drama
Köln/Drama -Dominik Klein erwartet "die Hölle", Spielmacher Michael Kraus einen "heißen Tanz" und Bundestrainer Heiner Brand eine "hitzige Atmosphäre":
Trotz eines Fünf-Tore-Polsters steht den deutschen Handballern im Playoff-Rückspiel der WM-Qualifikation im Hexenkessel von Drama gegen Griechenland ein schwerer Gang bevor.
"Wir müssen noch zulegen, um unser Ziel zu erreichen", sagte Brand nach dem 25:20-Hinspielerfolg DHB-Team siegt und hält WM-Kurs vor dem zweiten Duell am Sonntag (ab 17.45 Uhr LIVE im TV auf SPORT1).
Die heißblütigen griechischen Fans werden alles versuchen, um ihre Mannschaft zur WM 2011 in Schweden zu peitschen.
"Das sind genau diese Charakterspiele, in denen es um alles geht und die sich ein Handballer wünscht", sagte Dominik Klein von Champions-League-Sieger und Meister THW Kiel.
Zuletzt hatte die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) 1997 die WM-Qualifikation verpasst.
Deutschland ist Favorit
Auch wenn dieses Mal im Hinspiel in Dortmund besonders im Angriff nicht alles nach Wunsch lief, trägt der Weltmeister von 2007 die Favoritenbürde. Acht Spiele, acht Siege - so lautet die eindeutige Bilanz gegen die Hellenen.
Überheblichkeit wäre trotzdem fehl am Platz. "Man darf sich nie sicher sein. Aber wir haben noch Möglichkeiten, uns zu steigern. Daher bin ich optimistisch", sagte Rückraum-Ass Holger Glandorf.
Einsatz von Kapitän Hens fraglich
Ob Kapitän Pascal Hens in Griechenland mit an Bord sein wird, bleibt offen. Seine Frau Angela erwartet das erste Kind, und der Hamburger will bei der Geburt unbedingt dabei sein.
"Wir warten bis zum Schluss. Notfalls kann Pommes direkt nach Thessaloniki fliegen", sagte Brand.
Falls Hens ausfällt, würde wohl der Lemgoer Martin Strobel ins Team rücken.
Die DHB-Auswahl reiste am Freitag von der Sportschule Kaiserau bei Dortmund nach München. Am Samstag geht es dann nach Thessaloniki.
Brand ärgert sich über Griechen
Da der Spielort kurzfristig von Pylaia nach Drama verlegt wurde, wartet auf die DHB-Auswahl noch eine Busreise von rund 170 km.
Der Ärger über die kurzfristige Verlegung ist zwar immer noch nicht ganz verraucht, aber Trainer Brand will es nicht als Ausrede gelten lassen: "Wir müssen uns ganz auf die sportliche Geschichte konzentrieren."
Auch für Linksaußen Klein ist die Situation klar: "Wir haben gut trainiert, stellen die bessere Mannschaft und werden für einen Startplatz bei der WM alles geben."
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