Storm fordert Handball-Bierhoff
München - Thorsten Storm hat Bob Hanning in seiner Forderung nach modernen Strukturen im Deutschen Handballbund (DHB) unterstützt.
"Der Verband ist nicht mit der Zeit gegangen", sagte der Manager des Bundesligisten Rhein-Neckar Löwen dem "Mannheimer Morgen".
"Die Nationalmannschaft genießt die höchste Aufmerksamkeit in den Medien und muss wie ein Unternehmen geführt werden. Ich sehe da keine Unterschiede zu einem Profiklub. Man hat nur den Vorteil, dass die Spielergehälter bereits bezahlt sind. Man muss in der Vermarktung auch einmal neue Wege gehen", fügte Storm an.
Hanning, Manager der Füchse Berlin, hatte nach der verpassten Qualifikation der Nationalmannschaft für die Olympischen Spiele in London gravierende strukturelle Änderung im DHB gefordert ( BERICHT: Heinevetter-Attacken spalten DHB-Lager).
Professionelle Strukturen, modernes Profil
Die Strukturen des DHB müssten professionalisiert werden. Der Verband müsse nach innen und nach außen ein modernes Profil erhalten. Innerhalb des DHB müssten kompetente Personen die Verantwortung übernehmen, so Hanning.
Storm kann sich gut die Einführung eines Teammanagers vorstellen.
"Dieser Teammanager müsste sich auch um die neuen Medienagenturen kümmern, zudem ein Netzwerk aus Wirtschaftsunternehmen und möglichen Sponsoren pflegen", sagte der Löwen-Manager.
Strombach bleibt stumm
Nach Platz sieben bei der EM in Serbien hatte der Berliner Torhüter Silvio Heinevetter mehrfach den Rücktritt von DHB-Präsident Ulrich Strombach gefordert ( EXKLUSIV: Heinevetter erläutert Attacke).
Am Rande des Allstar-Games am vergangenen Wochenende in Leipzig erhielt er dabei Unterstützung von Nationalmannschaftskollege Oliver Roggisch (Rhein-Neckar Löwen).
Strombach, der bis 2013 gewählt ist, hat auf die mehrfache Wiederholung der Aussagen bisher nicht reagiert. Von Sanktionen gegen Heinevetter hat der DHB bisher abgesehen.
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