Djordjic für Deutschland: "Dauert nicht mehr lange"
Von Julian Meißner
München - Deutschlands Nationalmannschaft darf sich nach dem Rücktritt von Kapitän Pascal Hens Hoffnung auf eine neue Kraft für die Königsposition machen.
Flensburgs 21-jähriger Shooting-Star Petar Djordjic, gebürtiger Serbe, hat offenbar einen deutschen Pass beantragt.
Einem Bericht der "Handballwoche" zufolge hat sich der Sohn des langjährigen Bundesliga-Keepers Zoran Djordjic entschlossen, künftig für Deutschland auflaufen zu wollen.
"Ich gehe davon aus, dass er bald die deutsche Staatsbürgerschaft erhält", wird Bundestrainer Martin Heuberger zitiert.
So gut wie Karabatic?
Djordjic' Berater Sascha Bratic attestiert dem Rückraumlinken, der die Toyota-HBL-Saison mit der SG als Vizemeister abschloss, "besseres Potenzial als Karabatic".
Zum Thema Staatsbürgerschaft sagte Bratic: "Dauert nicht mehr lange."
Für Flensburg erzielte der 1,97 Meter große und 102 Kilogramm schwere Djordjic in der abgelaufenen Spielzeit im Schnitt 3,1 Tore.
Heuberger begeistert
Bei der SG teilt sich der wurfgewaltige Youngster den linken Rückraum mit DHB-Auswahlspieler Lars Kaufmann und bekam in der vergangenen Saison mehr und mehr Spielanteile.
"Er hat enorme Fortschritte gemacht", sagt Heuberger: "Sein Wurf ist eine richtige Peitsche."
Wenn im Sommer Steffen Weinhold nach Flensburg wechselt, könnte mit dem Linkshänder vom TV Großwallstadt, Djordijic und Kaufmann sowie Routinier Holger Glandorf zukünftig also bald der Löwenanteil des DHB-Rückraums bei der SG unter Vertrag stehen.