WM 2013: DHB-Team fordert Frankreich
Madrid - Die deutsche Handball-Nationalmannschaft trifft bei der Weltmeisterschaft 2013 in Spanien (11. bis 27. Januar) gleich in der Gruppenphase auf Titelverteidiger Frankreich. Das ergab die Auslosung am Donnerstag in Madrid.
Weitere Gegner der Mannschaft von Bundestrainer Martin Heuberger in der Gruppe A sind Argentinien, Tunesien, Montenegro und Brasilien.
"Das ist im Vergleich schon die schwerste Gruppe. Das wird alles andere als einfach", sagte Heuberger.
In Gruppe B, die in Sevilla spielt, wurden Europameister Dänemark, Mazedonien, Island, Katar, Russland und Chile gelost. In Gruppe C treffen Serbien, Slowenien, Polen, Südkorea, Weißrussland und Saudi-Arabien in Saragossa aufeinander.
Der Gastgeber spielt in Spaniens Hauptstadt Madrid in der Gruppe D gegen Kroatien, Ungarn, Algerien, Ägypten und Australien.
Das WM-Spielsystem sieht direkt nach der Vorrunde K.o.-Spiele vor, die vier besten Teams der vier Sechsergruppen ziehen jeweils ins Achtelfinale ein.
Großer Respekt vor Montenegro
Neben Topfavorit Frankreich warnte Heuberger vor allem vor Montenegro, das Rekord-Europameister Schweden in der Qualifikation ausgeschaltet hatte: "Das ist eine Mannschaft, die im Kommen ist, ein sehr starker Gegner." ( BERICHT: Montenegro knockt Schweden aus)
Beschnuppern können sich die WM-Gegner im Oktober im Rahmen der EM-Qualifikation. Aber auch Argentinien, Brasilien und Tunesien seien als stärkste Vertreter der jeweiligen Kontinente nicht zu unterschätzen.
Achtelfinale als Ziel
Doch bange machen gilt beim Ex-Weltmeister, der seine Spiele in Granollers austragen wird, natürlich trotzdem nicht.
"Klar ist, dass wir trotz dieser schweren Gruppe weiterkommen wollen, um am Achtelfinale teilzunehmen. Danach sehen wir, was passiert", sagte Heuberger.
Das WM-Spielsystem sieht direkt nach der Vorrunde K.o.-Spiele vor, die vier besten Teams der vier Sechsergruppen ziehen jeweils ins Achtelfinale ein. Oberstes Ziel aber sei nach den Enttäuschungen der jüngeren Vergangenheit, "dass sich die Mannschaft weiterentwickelt".
Fiasko gegen Bosnien
In den WM-Playoffs mit Bosnien/Herzegowina hatte sich die deutsche Auswahl zuletzt nicht gerade mit Ruhm bekleckert und das sichere WM-Ticket im Rückspiel sogar fast noch verspielt ( NACHBERICHT: Nach Fiasko bei WM-Quali: DHB-Team will lernen).
Nach dem klaren 36:24 im Hinspiel kam das Heuberger-Team vor rund einem Monat in Sarajevo nicht über ein 24:33 hinaus und wendete ein weiteres Scheitern nach der verpassten Olympia-Qualifikation gerade noch ab.
Vor allem im Angriff zeigte der EM-Siebte eine schwache Leistung und ermöglichte so viele Gegenstoßtore der zweitklassigen Bosnier.
Auf dem Weg nach Spanien hat Heuberger vier Lehrgänge mit seinen Schützlingen geplant, der erste steht für die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) vom 16. bis 23. September an.
Die Gruppen im Überblick:
Gruppe A: Deutschland, Frankreich, Argentinien, Tunesien, Montenegro, Brasilien
Gruppe B: Dänemark, Mazedonien, Island, Katar, Russland, Chile
Gruppe C: Serbien, Slowenien, Polen, Südkorea, Weißrussland, Saudi-Arabien
Gruppe D: Spanien, Kroatien, Ungarn, Algerien, Ägypten, Australien