"Wir haben eine grandiose WM gespielt"
Saragossa - Der Höhenflug der deutschen Handballer ist von Gastgeber Spanien im WM-Viertelfinale ( Bericht) unsanft gestoppt worden.
Die Mannschaft von Bundestrainer Martin Heuberger unterlag dem Favoriten im Hexenkessel von Saragossa mit 24:28 (14:12) und verpasste trotz langer Zeit starker Leistung die erste Medaille seit dem WM-Triumph 2007.
Mit fünf Siegen aus sieben Spielen und dem Vorstoß unter die Top 8 der Welt kann die DHB-Auswahl am Donnerstag aber erhobenen Hauptes den Rückflug antreten. (DIASHOW: Die Bilder der deutschen Spiele)
Nach der Niederlage waren die Verantwortlichen zufrieden mit dem, was sie bei der WM geleistet haben. ( DATENCENTER: Die WM-Ergebnisse)
SPORT1 hat die Stimmen zum Spiel:
Martin Heuberger (Trainer DHB-Team):
"Die Mannschaft hat gut gekämpft. Wir waren aber in der zweiten Halbzeit in zu vielen Unterzahl-Situationen und haben zwei gute Chancen liegen lassen, die du machen musst, wenn du hier gewinnen willst.
Ich bin nicht sauer auf Patrick (Groetzki, Anm. d. Red.), auch wenn er diese gute Chance hat liegen lassen. Er hat ein tolles Turnier gespielt, wie die gesamte Mannschaft. Darauf bin ich stolz.
Ich hoffe, dass das Turnier ein Zeichen für die Liga war und man den jungen Leuten eine Chance gibt."
Patrick Groetzki:
"Ich glaube schon, dass mein Fehlwurf ein bisschen spielentscheidend war. Gleich danach ist das Spiel gekippt. Das macht mich ziemlich traurig. Ich bin sehr enttäuscht."
Dominik Klein:
"Wir brauchen keine Analyse mehr machen. Wir sind ausgeschieden. Wir haben eine grandiose Weltmeisterschaft gespielt. Wir haben gekämpft bis zum Umfallen. Hätten wir die eine oder andere Chance besser genutzt, wäre es vielleicht anders ausgegangen. Da sahen wir etwas unglücklich aus."
Oliver Roggisch:
"Wir dürfen nicht vergessen, was wir geleistet haben. Aus solchen Niederlagen müssen wir lernen. Aber aus solch einer Niederlage werden wir uns die Stimmung nicht vermiesen lassen.
Wir haben uns in der ersten Halbzeit nicht beeindrucken lassen. Man hat gesehen, dass wir vielleicht noch nicht so erfahren sind, wie die Spanier. Aber wir sind nicht mehr so weit weg."
Stefan Kretzschmar (SPORT1-Experte):
"Man wird international wieder wahrgenommen. Wir hatten Spanien am Rande der Niederlage, wer hätte das vorher gedacht. Die Kreislauf-Maschine Aguinagalde hatten wir im ersten Durchgang noch gut im Griff, in der zweiten Halbzeit hat er uns kaputt gemacht."