Bundestrainer Heiner Brand hat mit Unverständnis auf die Kritik an der Länderspielreise seiner Nationalmannschaft im Juli in die USA reagiert.
"Das ist schon starker Tobak", sagte Brand im Interview mit der "Welt" über Äußerungen von Kiels Bundesliga-Trainer Alfred Gislason. Da greife ein ausländischer Vereinstrainer in die Belange der Nationalmannschaft ein: "Und das geht eigentlich nicht."
Schließlich gehe die Initiative dieser Reise von der Handball-Bundesliga (HBL) und nicht vom Verband aus. "Wir haben zugesagt, in Chicago zu spielen, weil wir glaubten, für den deutschen Handball etwas Positives bewirken zu können", sagte Brand.
Gislason hatte am Mittwoch geäußert, seine Spieler am liebsten nicht für die Reise abstellen zu wollen. Er könne seinen eingeladenen Nationalspielern zwar nicht verbieten, in die USA zu fliegen: "Aber wenn sie zurückkommen, werden sie bei mir nicht mehr spielen", erklärte der Isländer.
