Die deutschen Handball-Junioren haben bei der U-20-EM in der Türkei den Einzug ins Halbfinale knapp verpasst.
Der 30:29 (17:11)-Erfolg gegen Schweden zum Abschluss der Hauptrunde reichte dem Team von Trainer Christian Schwarzer nicht zum Sprung unter die letzten Vier, den neben Schweden noch Slowenien durch ein 29:27 gegen die Schweiz schaffte.
"Schade, wir hatten es selbst in der Hand. Bei einem Sieg mit vier Toren Unterschied gegen Schweden wären wir durchgewesen. Das war auch drin, denn in der ersten Halbzeit haben wir die beste Leistung in diesem Turnier abgeliefert", sagte Schwarzer, dessen Team nach dem 17:11-Halbzeitstand aber nachließ. "Dann kamen im Gehirn der Spieler einige Dinge in Bewegung, die sie glauben machten, das Spiel sei schon gelaufen", meinte Schwarzer.
Ex-Bundestrainer Heiner Brand, der das Geschehen von der Tribüne aus verfolgt hatte, ergänzte: "Das war eine sehr starke Leistung unserer Mannschaft in der ersten Halbzeit. Es war schwierig, dieses Niveau über die gesamte Spieldauer zu halten. In drei, vier Situationen wurden wir zudem von den Unparteiischen noch benachteiligt, sonst wäre der Sieg mit vier Toren Vorsprung drin gewesen. Dennoch ist ein Erfolg über die Favoriten aus Schweden aller Ehren wert."
Erfolgreichste Werfer auf Seiten der Deutschen waren Julius Kühn (7 Tore) und Nils Torbrügge (6).
