Mit der Geschichte von David gegen Goliath im Hinterkopf haben die deutschen Handball-Junioren bei der U-18-Europameisterschaft im österreichischen Hard den Titel geholt.
Gegen Schweden setzte sich das Team von Ex-Nationalspieler Klaus-Dieter Petersen 30:29 (26:26, 14:13) nach Verlängerung durch und sicherte sich damit den zweiten EM-Titel nach 2008.
Nachdem die deutsche Sieben in der Vorrunde noch deutlich gegen Schweden verloren hatte, gab Petersen seinen Jungs zur Vorbereitung auf das Finale gegen den großen Favoriten eine kleine Bibelstunde. Mit Erfolg.
Allerdings hatte dieser kurz vor dem Abpfiff noch auf der Kippe gestanden hatte. 13 Sekunden vor Schluss hatte die DHB-Auswahl noch mit zwei Toren zurückgelegen und sich erst mit der Schlusssirene in die Verlängerung gerettet.
"Es war ein Finale zweier Top-Mannschaften auf höchstem Niveau. In einem Endspiel kann es nun einmal nur einen Sieger geben. Hut ab vor den Schweden. Es war ein glücklicher, aber verdienter Sieg. Ich freue mich sehr für die Jungs, dass sie sich diesen Traum, für den sie hart gearbeitet haben, erfüllen konnten", zeigte sich Petersen mit seinem Team zufrieden.
Zum besten Spieler der Partie wurde der überragende Torhüter Jonas Maier (Rhein-Neckar Löwen) gewählt. Mit jeweils fünf Toren waren Marcel Engels (Kronau/Östringen) und Simon Ernst (Bayer Dormagen) die erfolgreichsten Schützen der deutschen Auswahl.
"Maier war überragend und legte den Grundstein zum Erfolg. Aber wichtig war auch die Geduld, mit der das Angriffsspiel aufgezogen wurde", erklärte A-Nationaltrainer Martin Heuberger.
