vergrößernverkleinern
Goran Stojanovic kam 2006 vom VfL Pfullingen nach Gummersbach © imago

Gummersbach ist im Pokalsieger-Cup nach herausragendem Hinspiel fast am Ziel. Dennoch warnt der Coach vor Selbstgewissheit.

Gummersbach - Der VfL Gummersbach hat schon eineinhalb Hände am Europacup der Pokalsieger, doch Sead Hasanefendic bleibt noch vorsichtig.

Nach dem 34:25 (18:12)-Sieg gegen den spanischen Vertreter Fraikin Granollers forderte der Trainer des zwölfmaligen deutschen Meisters volle Konzentration auf das Rückspiel am Donnerstag (21 Uhr LIVESCORES).

"Neun Tore sind ein gutes Polster, aber im Handball ist nichts unmöglich. Granollers hat 60.000 Einwohner, und diese Stadt lebt Handball. Wenn wir dort den Vorsprung nur verwalten wollen, dann könnte es ein böses Erwachen geben", sagte Hasenefendic, der dennoch ein "Riesenlob" an seine Mannschaft verteilte: "Sie hat alle Kräfte gebündelt." (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Stojanovic pariert drei Siebenmeter

Noch am späten Mittwochabend hatte der VfL sein schweres Auswärtsspiel beim SC Magdeburg mit 33:26 erfolgreich bestanden (Video-Analyse).

Nach der Rückreise war nur der Freitag als Vorbereitungstag für das erste Finale übrig geblieben. Der VfL habe wegen der Zeitplanung gegenüber der Handball-Bundesliga und der Europäischen Handball-Föderation (EHF) seinen "Unmut zum Ausdruck gebracht", sagte Gummersbachs Geschäftsführer Axel Geerken.

Dass sich der VfL dennoch die hervorragende Ausgangsposition für das Rückspiel erarbeitete, lag an einer beeindruckenden Teamleistung und zwei herausragenden Spielern: Torwart Goran Stojanovic, der drei Siebenmeter und 18 weitere Würfe der Spanier entschärfte, und Kreisläufer Jörg Lützelberger, der mit acht Treffern bester Werfer der Bergischen war.

Lützelberger ist sich selbst unheimlich

"Wir sind vor allem an Stojanovic gescheitert", sagte Gästetrainer Lorenzo Rueda, der sich dennoch kämpferisch gab: "Wir werden im Rückspiel unsere Tradition und alles, was wir haben, in die Waagschale werfen."

Lützelberger waren seine Leistung und die des Teams fast etwas unheimlich.

"Eine Leistung wie heute kann man nicht über 40 Spiele abrufen. Wir sind froh über die neun Tore Vorsprung und hoffen, dass es zum Pokalsieg reicht", sagte der 24-Jährige und erinnerte sich an das erste EHF-Cup-Halbfinale im vergangenen Jahr gegen BM Aragon: "Da sind mir neun Tore gelungen. Ich bin wohl immer besonders motiviert, wenn es um Titel geht."

Gunnarsson in den Schatten gestellt

Nach 26 Jahren ohne Titel hatte sich der VfL 2009 mit dem Final-Sieg gegen die Slowenen von Gorenje Velenje auf der europäischen Handball-Bühne zurückgemeldet.

Lützelberger stellte vor 2171 begeisterten Zuschauern in der ausverkauften Eugen-Haas-Halle erneut auch Mannschaftskapitän Robert Gunnarsson in den Schatten.

Der Isländer, der zu den Rhein-Neckar Löwen wechseln wird, erzielte an seinem 30. Geburtstag nur einen Treffer vom Kreis.

Zum Forum - Jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel