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Jelena Dimitriewa erzielte acht Tore für den Weltmeister aus Russland © imago

Die "Sbornaja" bezwingt im Finale die Französinnen und nimmt damit Revanche für 2008. Ein ähnliches Triple gab es erst einmal.

Nanjing - Russland hat mit dem Gewinn des goldenen WM-Triples seine Vormachtstellung im internationalen Frauenhandball untermauert.

Das Team von Erfolgstrainer Jewgeni Trefilow besiegte in einem von den Defensivreihen dominierten WM-Finale den Olympia-Fünften Frankreich in Nanjing/China mit 25:22 (14:11). (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Nach der von Nervosität geprägten Partie vor rund 3000 Zuschauern flossen beim Titelverteidiger nach dem Abpfiff Freundentränen. Sogar der als beinharter Coach bekannte "russische Bär" Trefilow strahlte nach dem Arbeitssieg über das ganze Gesicht.

Dimitriewa und Signate ragen heraus

Im Olympic Sports Center war Jelena Dimitriewa (8 Tore) die beste Werferin des Goldmedaillengewinners.

Mariama Signate (8) traf für die Equipe Tricolore am besten. Frankreich verpasste damit seinen zweiten WM-Titel nach 2003.

Die Russinnen verteidigten nach dem Wechsel ihren bis zur Halbzeit erspielten Vorsprung erfolgreich. Im Halbfinale hatten sie im vorweggenommenen Endspiel Olympiasieger und Europameister Norwegen überraschend deutlich mit 28:20 (17:12) besiegt und die Weichen für das bislang einmalige Triple gestellt.

Revanche für Peking

Als bisher einziges Frauenhandball-Team hatte die damalige UdSSR zwischen 1982 und 1990 drei WM-Titel in Folge gewonnen. In dieser Zeit wurden die Weltmeisterschaften nur alle vier Jahre ausgetragen.

Die Russinnen revanchierten sich gegen Norwegen auch für die Niederlage im Olympia-Finale von Peking 2008.

Beide Teams haben bei allen Großveranstaltungen seit 2005 mindestens das Halbfinale erreicht und gelten derzeit als weltweit stärkste Frauenhandball-Mannschaften.

Sechstes europäisches Final-Duell

Die Französinnen, die in der Vorrunde Deutschland klar mit 29:15 besiegt hatten, hatten sich im Semifinale 27:23 (12:10) gegen den EM-Zweiten Spanien durchgesetzt.

Zum sechsten Mal nach 1997, 1999, 2001, 2005 und 2007 kamen alle Halbfinalisten bei einer WM aus Europa.

Die deutsche Mannschaft hatte sich nach einem deutlichen Erfolg im Platzierungsspiel gegen Rumänien (35:25) als Siebte aus China verabschiedet.

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