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Heiner Brand wurde sowohl als Spieler (1978) als auch als Trainer (2007) Weltmeister © getty

Die deutsche Mannschaft startet gegen Schweden in die WM-Vorbereitung. Glandorf fällt aus - im Tor hat Brand die Qual der Wahl.

München - Casting-Show zum Jahresauftakt:

Die deutsche Mannschaft startet mit einem Länderspiel gegen Schweden in die heiße Phase der WM-Vorbereitung. (Die Handball-WM: Vom 13. - 30. Januar LIVE im TV auf SPORT1)

Im Vordergrund steht dabei der Kampf um die Plätze im Kader von Heiner Brand beim Saisonhöhepunkt. (DATENCENTER: Der WM-Spielplan)

Der Bundestrainer nominierte 19 Spieler in sein vorläufiges Aufgebot, bis zum WM-Auftakt der DHB-Auswahl am 14. Januar gegen Ägypten im schwedischen Lund muss er seinen Kader auf 16 Akteure reduzieren.

Schweden als Standortbestimmung

"Da schaue ich mir die Testspiele und Trainingseinheiten genau an", sagte Brand vor der Begegnung am Montag in Hamburg.

Der viermalige Weltmeister Schweden dient dabei als echte Standortbestimmung. "Die Schweden sind individuell außergewöhnlich stark besetzt und haben als WM-Gastgeber natürlich hohe Ziele", meinte Brand.

Seit Sonntag hat er sein komplettes Aufgebot zur "kürzesten WM-Vorbereitung aller Zeiten" in Ahrensburg zusammengezogen.

Glandorf hat WM fest im Visier

Im Gegensatz zu den vergangenen Großveranstaltungen plagen den Bundestrainer kaum Verletzungssorgen. Einzig Rückraum-Ass Holger Glandorf vom TBV Lemgo fehlt gegen Schweden nach seiner Knie-Operation Mitte Dezember.

Der Linkshänder stieß aber bereits zur Mannschaft und hat seine Teilnahme an der WM (13. bis 30. Januar) fest im Visier.

"Ich habe zurzeit keine Probleme mit dem operierten Knie. Ich muss natürlich abwarten, wie es sich nach der Belastung im Training verhält. Aber ich denke, es könnte mit der WM klappen", sagte Glandorf, der auf einen Einsatz bei den abschließenden Testspielen am 7. und 8. Januar beim Olympiazweiten Island hofft.

Hens ist gesetzt

Der interne Konkurrenzkampf ist groß. In Uwe Gensheimer (Rhein-Neckar Löwen), Torsten Jansen (HSV Hamburg) und Dominik Klein (THW Kiel) stehen gleich drei Linksaußen mit internationaler Klasse im Aufgebot.

Dennoch werden nur zwei von ihnen die Reise am 13. Januar nach Schweden antreten.

Im linken Rückraum kämpfen hinter dem gesetzten Kapitän Pascal Hens (HSV Hamburg) der Göppinger Lars Kaufmann und der Berliner Sven-Sören Christophersen um den zweiten Platz.

Qual der Wahl im Tor

Die drei Torhüter Silvio Heinevetter (Füchse Berlin), Johannes Bitter (HSV Hamburg) und Carsten Lichtlein (TBV Lemgo) befinden sich seit Wochen in überragender Form. Eine Reihenfolge für die WM ist bisher nicht auszumachen. Auch hier wartet auf Brand eine schwierige Entscheidung.

Bei der WM sind neben Ägypten, Titelverteidiger Frankreich, Ex-Weltmeister Spanien, Tunesien und Außenseiter Bahrain die Vorrundengegner der DHB-Auswahl.

Die ersten drei Mannschaften der Gruppe ziehen in die Hauptrunde ein.

Verhandlungen um neuen Grundlagenvertrag

Im Vorfeld des Länderspiels in Hamburg verhandeln die Toyota HBL und der DHB über einen neuen Grundlagenvertrag.

"Ich gehe frohen Mutes in die Verhandlungen. Ich hoffe, dass wir in die Details reingehen", sagte Toyota HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann.

Dennoch warnt er vor zu großen Erwartungen: "Ergebnisse, die wir der Öffentlichkeit präsentieren können, wird es aber wohl noch nicht geben."

Vermarktung und Abstellgebühren Kritikpunkte

Die Liga hatte den bisherigen, bis Oktober 2011 laufenden Grundlagenvertrag fristgerecht gekündigt.

Besonders die Vermarktungsstrategien des DHB stoßen auf Kritik. Zudem muss es eine Einigung über die Abstellgebühren für die Nationalspieler geben.

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