Irgendwo zwischen Streckbank und Waterboarding: die musikalische Untermalung der Handball-WM. Zwei Cowboys schießen den Vogel ab.

Der Trash regiert in Europas Handball-Hallen, man hat sich daran gewöhnt. Auch bei der WM in Schweden ertönt in jeder noch so kleinen Spielpause muntere Stimmungsmusik in ungesunder Lautstärke. Als wäre alles nicht schon aufregend genug.

Von der unvermeidlichen Sirtaki-Disco-Version bis hin zum wummernden "Put your hands up in the air" sind alle Klassiker dabei, auch wenn die Höhner bis jetzt noch nicht gehört worden sein sollen.

Den Vogel aber schießen die "Mallorca Cowboys" ab. Einst durch "Das rote Pferd" zu zweifelhaftem Ruhm gekommen, darf das deutsche "DJ-Duo" (so nennen sie sich), bestehend aus "Cowboy Sepp und Cowboy Marc aus Mülheim/Ruhr" (so nennen sie sich), die Zuschauer foltern.

[image id="7793b366-6487-11e5-acef-f80f41fc6a62" class="half_size"]

Für den Autor ist ihr Song "Ra ta ta", laut Homepage zusammen mit "Kult-DJ Marco Mzee aus dem Kuhstall in Ischgl" aufgenommen, irgendwo zwischen Streckbank und Waterboarding einzuordnen.

Der Text des Liedes ist mit dem Titel weitgehend erklärt. Es geht los mit: "Wir lassen es rattern", dann folgt der Refrain: Ratatatatatatatataaaaaaa. Weiter kommt es glücklicherweise ob der Kürze der Spielunterbrechungen meist nicht.

Nun ist Musik bekanntlich Geschmackssache, und in einem freien Land haben auch die ?Mallorca Cowboys? Anspruch auf ihre künstlerische Freiheit.

Iron Maidens "Run to the hills" wird einigen Handball-Fans wahrscheinlich auch nicht schmecken, wird im Vergleich zu "Ra ta ta" aber ohnehin extrem selten eingespielt.

Manch einer möchte die britischen Metal-Veteranen mit Blick auf Cowboy Sepp und Cowboy Marc jedenfalls gerne beim Wort nehmen.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel