SPORT1-Experte Hanning versucht, die Niederlage gegen Ungarn zu erklären. Für das Norwegen-Spiel hat er einen Tipp.

Liebe Handball-Freunde,

eins mal vorweg: Wer gegen Spanien, Frankreich und Ungarn verliert, hat auch keine bessere Platzierung verdient. Dennoch gilt festzuhalten, dass dieses Spiel nicht mit dem Spanien-Spiel zu vergleichen ist.

Ich hatte häufig den Eindruck, dass die Spieler Signale von Kopf zu Bein "bitte, bewegen" gesendet haben und die Beine zum Kopf: "Ich kann nicht mehr"!

Der Bundestrainer hat versucht, dem entgegen zu wirken, indem er viel gewechselt und damit immer wieder versucht hat, den Jungs Pausen zu geben. In der Hoffnung, dass irgendwann ein Rädchen ins andere greift.

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Das war, wieder einmal gestützt auf eine sensationelle Torhüterleistung, leider nicht der Fall. Viele Spieler waren mit sich selbst beschäftigt. Und man hat gemerkt, dass nach dieser grandiosen Leistung gegen Island die Kraft und die geistige Frische gefehlt hat, hier noch einmal etwas entgegen zu setzen.

Diese Niederlage ist jetzt natürlich ganz bitter. Ich befürchte, dass sich die Franzosen gegen die Isländer ausruhen werden und damit die Chance für das Olympia-Qualifikationsturnier verspielt wurde.

Gegen Norwegen muss eigentlich alles besser werden, und es muss eine ähnliche Situation einsetzen wie gegen Island.

Aber ich glaube auch, dass die Norweger nicht im Ansatz zu stark sind wie die Ungaren. Ich rechne am Dienstag fest mit einem Sieg.

Bis zum nächsten Mal,

Ihr Bob Hanning

Bob Hanning, 42, nimmt während der WM bei SPORT1 kein Blatt vor den Mund. Hanning führte die Füchse Berlin als Geschäftsführer in die Handball-Bundesliga. Er war unter Heiner Brand Assistent bei der Nationalmannschaft und trainierte unter anderem den HSV in der Bundesliga. Für SPORT1 ist er als Co-Kommentator während der WM 2011 im Einsatz. Weitere Informationen zum SPORT1-Experten finden Sie unterwww.bob-hanning.de.

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