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Die Multifunktionshalle "Arena Zagreb" wurde zur WM gebaut und fasst 15.200 Zuschauer © getty

Ein neuer Modus, sechs neue Hallen und ein Titelverteidiger, der kein Favorit ist: 2009 soll Geschichte geschrieben werden.

Von David Lemmer

München - Am Freitag beginnt in Kroatien die 21. Handball-Weltmeisterschaft der Herren (Der Spielplan der WM 2009).

Wie bei nahezu jedem Großturnier gibt es auch bei diesem Neuerungen.

So wurde zum einen der Turnier-Modus etwas abgeändert. Die vier Vorrundengruppen umfassen je sechs Mannschaften.

Die ersten drei Teams erreichen die Hauptrunde, in der sie zwei Sechsergruppen bilden, wie es sie auch 2007 gab. Neu ist jedoch, dass im Anschluss kein Viertelfinale folgt, sondern die beiden ersten Teams der Hauptrundengruppen ins Halbfinale einziehen. Die Paarungen werden dabei über Kreuz gebildet. ad

Die vier besten Mannschaften werden somit insgesamt zehn Partien in 17 Tagen zu bewältigen haben und der Turniersieger darf sich, dank einer Direktqualifikation, die Qualifikationsrunde für die WM 2011 in Schweden sparen.

Die Austragungsstätten

Die WM wird in den sieben Städten Varazdin, Osijek, Porec, Pula, Split, Zadar und Zagreb ausgetragen. Die WM in Kroatien setzt in Sachen Neubau von Austragungsstätten neue Maßstäbe. Komplett neu gebaut wurde im deutschen Vorrunden-Ort Varazdin sowie in Osijek, Porec, Split, Zadar und Zagreb.

Die Vorrundenspiele werden in den kleineren Städten Osijek, Varazdin und Porec, sowie in Split ausgetragen. Erst ab der Hauptrunde geht es in die Hauptstadt Zagreb.

Weitere Hauptrundenspiele wird es auch in Zadar geben. Die beiden größten Städte Kroatiens, Zagreb und Split, erwarten im Anschluss die Halbfinalisten. Wie zu vermuten, wird der Weltmeister in der hochmodernen "Arena Zagreb" ermittelt.

Das nagelneue Prunkstück fasst über 15.000 Zuschauer und ist am 1. Februar Austragungsstätte des Finales. "Ich bin persönlich unglaublich beeindruckt, was die Kroaten hier geleistet haben", sagte Leon Kalin, der Chef-Inspekteur des Weltverbandes IHF.

Titelverteidiger ist kein Favorit

Geht man nach den Quoten diverser Sportwettenanbieter, so fährt Titelverteidiger Deutschland (Das DHB-Team im Sport1.de-Check) nicht als Favorit nach Kroatien. Stattdessen werden der Gastgeber und Olympiasieger Frankreich als Favoriten gehandelt.

Des Weiteren rangieren Europameister Dänemark und der Weltmeister von 2005, Spanien, noch vor der Mannschaft von Heiner Brand. Zumindest für das Auftaktspiel in Varazdin am 17. Februar gegen Russland wird Deutschland bei den Buchmachern höher gehandelt als der Kontrahent.

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