DSF-Experte Bob Hanning, Manager der Füchse Berlin, analysiert für Sport1.de die deutschen Partien bei der WM. Heute: das Gruppenspiel gegen Algerien.

Liebe Handball-Freunde,

die Erkenntnisse aus der Partie gegen Algerien halten sich in Grenzen. Es war eines dieser Spiele, die die Welt nicht braucht, die aber gespielt werden müssen.

Das deutsche Team hat für mich die Erwartungen erfüllt. Auch wenn wir uns anfangs gegen die offensive Deckung schwer getan haben. In dieser Phase ist der zu Ball zu wenig gelaufen. Unter dem Strich war der Sieg aber nie gefährdet.

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Das Wichtigste ist eigentlich, dass sich niemand verletzt hat und Spieler aus der zweiten Reihe wie Lars Kaufmann und Jens Tiedtke Spielpraxis gesammelt haben.

Viel mehr gibt es zu der Partie nicht zu sagen.

Die Konstellation in der deutschen Gruppe ist jetzt natürlich richtig spannend. Nach dem Sieg der Mazedonier über Polen müssen wir höllisch aufpassen, am Ende nicht als weinender Vierter dazustehen.

Gegen Mazedonien müssen wir nun unbedingt gewinnen.

Aus deutscher Sicht ist es schade, dass sie einen Ruhetag bekommen. Ich hätte sie gerne weiter durch das Turnier gejagt, weil sie nicht viele Spieler zum Wechseln haben.

Mit einem gesunden Mimi Kraus können wir aber weiter zulegen und sind nun richtig im Turnier angekommen.

Entscheidend wird sein, wie wir ihren Schlüsselspieler Kiril Lazarov in den Griff bekommen. Ihn sollten wir besser weitgehend aus dem Spiel nehmen - dann haben wir die Chance auf eine gute Ausgangsposition für die Hauptrunde.

Ihr Bob Hanning

Bob Hanning, 39, nimmt während der WM bei Sport1.de kein Blatt vor den Mund. Hanning führte die Füchse Berlin als Geschäftsführer in die Handball-Bundesliga. Er war unter Heiner Brand Assistent bei der Nationalmannschaft und trainierte unter anderem den HSV in der Bundesliga. Für das DSF ist er als Co-Kommentator während der WM 2009 im Einsatz. Weitere Informationen zum Sport1.de-Experten finden Sie unter www.bob-hanning.de.

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