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Die Glückwünsche hat er sich verdient: Göppingens Christian Schöne (M.) © imago

Der nachnominierte Christian Schöne schlägt bei der WM voll ein, bleibt aber bescheiden. Immerhin musste der Göppinger nur "umpacken".

Varazdin - Vom heimischen Sofa direkt in die WM-Hauptrunde: Christian Schöne verfolgte am Dienstagabend gerade die Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Barack Obama, als sein Handy klingelte und Bundestrainer Heiner Brand ihn zur Weltmeisterschaft nach Kroatien beorderte.

"Das ging von null auf hundert", sagte der Göppinger: "Meine Tasche war ohnehin gepackt, da ich mit meiner Mannschaft ins Trainingslager nach Kroatien fliegen wollte. Da musste ich nur ein paar Sachen umpacken. "

Vier Stunden nach seinem Eintreffen im Mannschaftshotel des Weltmeisters in Varazdin stand der 27-Jährige auf dem Parkett und lieferte in seinem 64. Länderspiel eine ganz starke Leistung ab.

Mit acht Toren bei neun Versuchen war Schöne beim 33:23-Erfolg gegen Mazedonien und dem damit verbundenen Einzug in die Hauptrunde eine Schlüsselfigur. (DATENCENTER: Der WM-Spielplan)

"Es hat großen Spaß gemacht. In der Nationalmannschaft hatte ich so eine Quote noch nicht", meinte der werdende Vater.

Unterstützung der Kollegen

Beim 30:23-Erfolg im abschließenden Gruppenspiel am Donnerstagabend gegen Vize-Weltmeister Polen erhielt Schöne besondere Unterstützung. Seine Göppinger Teamkollegen tauchten direkt aus dem Trainingslager in der Halle auf und verfolgten die Begegnung gegen den Erzrivalen.

Schöne lieferte erneut ein starkes Spiel ab und steuerte fünf Treffer bei.57385(DIASHOW: Schlossbesuch der Handball-Könige)

Bescheidener Matchwinner

Christian Schöne blieb nach seiner Gala-Vorstellung gegen die Mazedonier bescheiden.

Immer wieder hatte er in der Vergangenheit Rückschläge hinnehmen müssen, bei Heiner Brand war er meist nur dritte oder vierte Wahl auf der Position des Rechtsaußen.

"Will die Chance nutzen"

Er sei nicht hier, um Wunder zu vollbringen. Er sei nur ein Teil der Mannschaft und wolle ihr helfen, so Schöne, der der Verletzung von Christian Sprenger (Innenbandriss im Knie) und der Erkrankung von Stefan Schröder (Grippe) seine "Last-Minute-Nominierung" zu verdanken hatte.

"Der Umstand meiner Nominierung ist natürlich unglücklich. Aber ich habe auf meine Chance gewartet und will sie nutzen", sagte Schöne.

Brands Vertrauen wird belohnt

Bundestrainer Brand war natürlich froh, dass sein Ersatztrumpf so gut stach, dämpfte aber gleichzeitig die Erwartungen.

"Er hat nicht immer so einen Tag. Aber Vertrauen hatte ich schon zu ihm", erklärte der Gummersbacher.

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