Die Vereinigung Group Club Handball (GCH) erwartet vom Weltverband IHF eine Versicherung der Spieler über die Weltmeisterschaften hinaus.

"Wir fordern, dass der Weltverband die Spieler auch für die Qualifikationsspiele versichert oder für Spiele der Weltauswahl. Bisher kommen dafür allein die Klubs auf", sagte GCH-Geschäftsführer Gerd Butzeck im "SPONSORs"-Interview und konkretisierte die Sorgen der Vereine.

"Das Problem dabei ist, dass viele Klubs, vor allem aus Osteuropa, gar keine Versicherung haben. Verletzt sich einer ihrer Spieler bei einem Qualifikationsspiel, haben sie einfach Pech. Dann fehlt ihnen der Spieler, und sie müssen dennoch weiter für sein Gehalt aufkommen."

Bei der am Donnerstag beginnenden WM in Schweden zahlt die IHF erstmals Abstellgebühren für die Nationalspieler an die Vereine. Die Höhe der Gebühren richtet sich nach dem Abschneiden der Nationen bei der WM.

Insgesamt schüttet die IHF eine Million Schweizer Franken (rund 790.000 Euro) aus. Das geht den Vereinen aber nicht weit genug. "Wir fordern eine Aufstockung der Abstellgebühren", sagte Butzeck. Vertreter der Handball-Bundesliga (HBL) hatten sich in die gleiche Richtung geäußert.

Die GCH erwartet zudem eine stärkere strukturelle Einbindung der Klubs in die IHF und mehr Mitsprache beim Thema Terminprobleme.

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