Europas Handball-Vereine werden bereits bei der laufenden EM in Österreich Vergütungen für ihre abgestellten Nationalspieler erhalten. Entsprechende Informationen von "zdf.de" bestätigte EHF-Generalsekretär Michael Wiederer.

"Es ist richtig, dass am Montag eine Einigung erzielt wurde. Allerdings kann ich noch keine Details dazu nennen, da der ausgearbeitete Vorschlag erst am Freitag dem Exekutivkomitee zum Beschluss vorgelegt wird", sagte der Österreicher.

Demnach sollen die Klubs für jeden EM-Teilnehmer 266 Euro pro Einsatz erhalten. Für einen Spieler, der bis zum Finale alle Partien dabei war, würde sich die Abstellungsgebühr somit auf gut 2100 Euro belaufen.

Die Gesamtsumme wird sich für die Europäische Handball-Föderation (EHF) auf rund 400.000 Euro belaufen.

"Es geht gar nicht so sehr um die Summe. Denn eine EM wirft gar nicht so viel ab, dass die realen Spielergehälter durch diese Zahlungen kompensiert werden könnten. Es geht vielmehr um die Symbolik dieser Vereinbarung", erklärte Wiederer.

Ursprünglich war eine entsprechende Regelung erst für die EM 2012 in Serbien geplant. Nun haben sich die Parteien in ihrem seit Jahren schwelenden Streit offenbar angenähert.

Forciert wurden die Gespräche durch eine seit März 2009 laufende Klage der Group Club Handball (GCH) bei der EU-Kommission in Brüssel, in der die EHF von den führenden europäischen Vereinen aufgefordert wird, verbindliche Regeln für das Miteinander von Klubs und internationalen Verbänden aufzustellen.

Für Entschädigungszahlungen an Klubs, deren Spieler sich bei einer EM verletzt haben, hatte die EHF bereits bei der EM 2008 in Norwegen erstmals einen Fonds über 300.000 Euro eingerichtet.

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