Der ehemalige Kieler Manager Uwe Schwenker hat nach der Anklageerhebung gegen ihn und Noka Serdarusic schwere Vorwürfe gegen die Staatsanwaltschaft Kiel erhoben.

In einer von Schwenkers Anwalt Harald Riettiens veröffentlichten Pressemitteilung zu der vermeintlichen Manipulationsaffäre werden die Untersuchungsergebnisse, die in der vergangenen Woche zu einer offiziellen Anklage geführt hatten, angezweifelt.

Ihrer gesetzlichen Pflicht, nicht nur belastende, sondern auch entlastende Umstände zu ermitteln, sei die Staatsanwaltschaft "nicht nachgekommen", heißt es in der Mitteilung: "Wenn sich der Anfangsverdacht nicht bestätigt, so hätte das Verfahren eingestellt werden müssen."

Es sei zudem offensichtlich, dass die ermittelnde Behörde das Verfahren nur deshalb nicht eingestellt habe, "weil sie für eine solche Entscheidung die öffentliche Verantwortung nicht übernehmen wollte." Statt sich des Vorwurfs eines "Kieler Klüngels" auszusetzen, habe sie lieber dem Gericht die Verantwortung zugeschoben.

Der Kieler Oberstaatsanwalt Manfred Schulze-Ziffer reagierte gelassen auf die Vorwürfe: "Wenn die Verteidigung das zum Anlass nimmt, uns zu attackieren, ist das ihre Sache. Wir werden uns dazu nicht äußern", sagte Schulze-Ziffer am Dienstag.

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