Nach jahrelangem Streit haben sich die Europäischen Handball-Föderation (EHF) und die wichtigsten Klub-Vertreter zusammengeschlossen und das "Professional Handball Board" (PHB) gegründet.

Dieses Gremium soll künftig alle wichtigen Entscheidungen im europäischen Handball gemeinsam treffen. Am Rande des Final-Four-Turniers der Champions League in Köln unterzeichneten je drei Vertreter der EHF und des Forum Club Handball (FCH) ein "Memorandum of Understanding".

Das zehnköpfige PHB setzt sich zusammen aus jeweils zwei Vertretern der Klubs, der Ligen, der Spieler, der Verbände und der EHF-Exekutive. "Wir sind vereint mit den Klubs. Diese Übereinkunft macht micht sehr glücklich", sagte EHF-Präsident Tor Lian (Norwegen).

Damit ist der Streit zwischen beiden Lagern beendet und der juristische Vorstoß der Klubs, die 2009 Wettbewerbsklage vor der EU-Kommission in Brüssel eingereicht hatten, hinfällig. In wichtigen Fragen, etwa zum Spielkalender, zur Vermarktung oder zu Abstellungsentschädigungen für die Klubs, sollen nun im PHB einvernehmliche Entscheidungen getroffen werden.

Außerdem erklärte Lian, dass die Champions League nach der Premiere in Köln auch künftig im Final-Four-Format ihren Sieger finden soll. "Ich bin stolz auf diese Veranstaltung. Schon vor der detaillierten Analyse, die noch stattfinden wird, kann ich sagen, dass dies wohl das Modell der Zukunft ist", sagte der EHF-Präsident vor dem Finale der Königsklasse zwischen dem deutschen Meister THW Kiel und Rekordsieger FC Barcelona.

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