Johannes Bitter ist davon überzeugt, dass es in Deutschland schon bald eine Spielervereinigung geben wird, die sich um die Rechte der Aktiven kümmert.

"Wir arbeiten mit viel Leidenschaft und Herzblut an einem starken und operationsfähigen Organ. Die Pläne sind so weit gereift, dass es vielleicht schon vor Saisonbeginn Ende August Konkreteres gibt", sagte der Nationalkeeper im Interview mit der "Hamburger Morgenpost".

Der Torhüter vom HSV Hamburg beklagt wie viele andere Top-Spieler die hohe Belastung durch Einsätze in der Bundesliga, im Europacup und in der Nationalmannschaft. "Während der Saison haben wir kaum einen freien Tag und nie ein freies Wochenende. Gerade durch den vollen internationalen Kalender ist die Situation im Handball extremer als in vielen anderen Sportarten", sagte Bitter.

Eine Spielerorganisation soll die Profis schützen und unterstützen: "Wir wissen natürlich auch um die wirtschaftlichen und marketingtechnischen Zwänge der Vereine und Verbände, schließlich reden wir hier über professionellen Sport. Dennoch sind wir an einer Grenze angekommen, an der die Schraube wieder bewusst zurückgedreht werden muss. Die Spieler haben bis jetzt keinerlei Möglichkeit, mitzureden oder Einfluss zu nehmen, und werden somit zum Spielball der Funktionäre."

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