Der Dopingskandal im Frauen-Handball um manipulierte Urinproben ist juristisch abgeschlossen.

Wie der Deutsche Handball-Bund am Samstag auf seiner Internetseite mitteilte, hat das Amtsgericht Mannheim den Kontrolleur wegen Betrugs und Urkundenfälschung zu drei Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt.

Seine Schwester, mit deren Urin die Proben vor gut einem Jahr gefälscht wurden, erhielt wegen Beihilfe eine Geldstrafe von 45 Tagessätzen zu zehn Euro.

Das Gericht habe bei der vergleichsweisen milden Strafe laut Verband berücksichtigt, dass auf die Verurteilten hohe Verfahrenskosten zukommen und die Firma Serco als ehemaliger Arbeitgeber hohe Schadensersatzforderungen stellt. Der Verband betonte, dass an den Straftatbeständen weder Athleten noch ein Verein direkt oder indirekt beteiligt gewesen sei.

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