Draußen pfeift der heiße Wüstenwind, drinnen spielt der THW Kiel eiskalt auf: Nach dem zweiten Sieg im zweiten Spiel der Klub-Weltmeisterschaft in Doha hat der deutsche Rekordmeister das Finale des mit insgesamt 750.000 Dollar dotierten Super-Globe-Turniers im Wüstenstaat Katar erreicht.

Am Sonntag gewann die Mannschaft von Trainer Alfred Gislason 36: 29 (21:14) gegen Panamerikavertreter Pinheiros aus Brasilien, am Samstag hatten die Kieler Asienmeister Al-Sadd (Libanon) deutlicher mit 42:18 geschlagen.

Durch die unerwartete 28:30-Niederlage des letzten Kieler Vorrundengegners Al-Rayyan gegen Al-Sadd am Sonntagabend haben die Kieler den ersten Platz in der Gruppe A und damit den Finaleinzug bereits sicher.

"Ich bin mit beiden Spielen zufrieden", sagte Gislason. Der Isländer will das dritte Spiel trotz des sicheren Gruppensieges nicht auf die leichte Schulter nehmen, schließlich hat Al-Rayyan zahlreiche europäische Topstars aus Kroatien und Slowenien für das Turnier verpflichtet.

Am Sonntag präsentierten sich die Brasilianer aus der Nähe von Sao Paolo gegen den THW überraschend stark, auch wenn der Erfolg der Kieler nie in Gefahr geriet. Wie schon gegen Al-Sadd am Vortag tauschte Gislason zur Pause seine komplette Formation aus.

Zur Halbzeit führten die Kieler 21:14 und bauten den Vorsprung danach auf 27:17 aus. Im Gefühl des sicheren Sieges ließ dann die Konzentration nach, Pinheiros verkürzte auf 26:31.

Erfolgreichster Torschütze am Sonntag war Kim Andersson mit sieben Treffern, am Samstag hatte Christian Sprenger acht Tore erzielt. Das einzige Problem der Kieler ist die Hitze außerhalb der klimatisierten Halle - am Sonntag zeigte das Thermometer über 50 Grad an.

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