Ein Umzug des spanischen Top-Klubs Ciudad Real nach Madrid wird immer wahrscheinlicher.

Auf einer Pressekonferenz gab der Verein bekannt, dass das Team in die Hauptstadt wechseln werden, wenn sich bis zum 30. Juni keine Sponsoren finden, die das Projekt untertützen.

"Wenn wir bis zum 29. Juni keine Sponsoren haben, die das komplette Budget abdecken, dann war es das mit dem Team hier", so Präsident Domingo Diaz de Mera laut "handball-world.com".

Allerdings hoffe er weiter auf genügend Unterstützung, um die "handballverrückte" Stadt nicht verlassen zu müssen.

Die finanzielle Situation des Champions-League-Finalisten beschrieb er als schwierig: "In der letzten Saison sind wir in eine wirtschaftliche Krise gekommen, die auch die Wirtschaft und öffentlichen Institutionen betrifft."

"Wir sehen, dass dieses Projekt in dieser Stadt nicht fortbestehen kann", so der Präsident weiter. Der Verein habe trotz einer erfolgreichen Saison lediglich 900.000 Euro eingenommen. Das Budget der letzten Spielzeit von rund 8 Millionen Euro habe sich laut Diaz de Mera wie folgt zusammengesetzt: "Davon kamen 800.000 Euro von der Stadt, 300.000 von der Region, eine Millionen vom Vorstand und 4,3 Millionen von mir."

Ein Umzug in die Hauptstadt sei wohl die einzige Möglichkeit: "Wir haben nur Angebote zur Unterstützung aus Madrid erhalten. Aus Ciudad Real kam nur persönliche Kritik."

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