Heiner Brand hätte sich einen Job beim FC Bayern vorstellen können - sofern sich der deutsche Fußball-Rekordmeister im Handball engagiert hätte.

"Wenn Uli Hoeneß sich entschieden hätte, dass sich der FC Bayern im Handball und nicht im Basketball engagiert, hätte ich mir gut vorstellen können, auch dabei zu sein. Das wäre sehr reizvoll gewesen", sagte der Ex-Bundestrainer und heutige DHB-Manager in der "Sport Bild".

Generell wollte der 59-Jährige ein Comeback auf der Trainerbank nicht ausschließen: "Zu hundert Prozent sollte man nie etwas ausschließen. Nach jetzigem Stand habe ich mich aber gedanklich vom Trainerjob entfernt."

Dementsprechend bereut er seinen Rücktritt auch nicht. "Die Freude am Job war durch viele Einflüsse von außen verloren gegangen", sagte der Gummersbacher.

Brand hatte den Posten nach dem enttäuschenden elften Platz seiner Mannschaft bei der WM im Januar in Schweden nach 14 Jahren zur Verfügung gestellt. Sein Nachfolger ist seit dem 1. Juli sein langjähriger Assistent Martin Heuberger.

Enttäuscht ist der ehemalige Nationalspieler von einigen seiner Trainerkollegen, die seine Arbeit kritisch bewertet hatten. "Ich habe mich nie über andere Trainer geäußert. Es ist ein ungeschriebenes Gesetz, dass man sich da raushält", so Brand.

In der neuen Saison der Toyota HBL, die am Samstag beginnt, setzt Brand auf den Rekordmeister: "Da ich kein Bundestrainer mehr bin, darf ich mich ja festlegen: Meister wird der THW Kiel. Aber meistens liege ich falsch, wenn ich tippe."

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