Hassan Moustafa, Präsident des Handball-Weltverbandes IHF, ist erneut ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten.

Gegen den Ägypter und drei weitere Personen wird aufgrund des Verdachts der "Bestechlichkeit und Bestechung im geschäftlichen Verkehr" ermittelt. Das bestätigte der Hamburger Oberstaatsanwalt Wilhelm Möllers.

Konkret geht die Staatsanwaltschaft Unregelmäßigkeiten in der Vermarktung von Sportrechten nach. Der IHF-Präsident soll 2007 im Jahr der Handball-WM in Deutschland für Beratertätigkeiten 602.000 Euro verlangt und erhalten haben.

Um anhand von Unterlagen, Belegen und Verträgen den Verdacht zu erhärten oder zu entkräften, vollstreckten deutsche und Schweizer Behörden am Mittwoch Durchsuchungsbeschlüsse in Hamburg und Basel. Unter den fünf Objekten waren auch die IHF-Zentrale sowie das Penthouse von Moustafa.

Der Präsident des IHF ist in seiner Funktion seit Jahren umstritten. Seine von ihm stets bestrittene angebliche Verstrickung in Manipulationen bei der asiatischen Olympia-Qualifikation 2007 ist nach wie vor ein Thema.

Zudem ermittelten Basler Behörden bereits 2009 gegen den 67 Jahre alten Funktionär wegen des Verdachts der "ungetreuen Geschäftsbesorgung". Nun ermitteln erstmals deutsche Behörden gegen den seit dem Jahr 2000 amtierenden Präsidenten.

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