Zweitligist DHC Rheinland hat wegen finanzieller Schwierigkeiten seinen Lizenzantrag für die kommende Spielzeit zurückgezogen und steht nach dem TV Korschenbroich als zweiter Absteiger aus der 2. Bundesliga fest.

Parallel dazu hat DHC-Geschäftsführer Heinz Lieven beim Amtsgericht Düsseldorf einen Insolvenzantrag gestellt. Damit werden auch die Düsseldorfer voraussichtlich den Gang in Liga drei antreten müssen.

Nach Informationen der "NGZ-Online" fehlt dem Zweitligisten ein niedriger sechsstelliger Betrag. "Als Mitgesellschafter kann und will ich die finanzielle Situation - wie in der Vergangenheit - nicht weiter privat auffangen", ließ Lieven auf der Homepage des DHC mitteilen. Der Spielbetrieb soll vorerst weiterlaufen.

Mit dem feststehenden Abstieg in die Dritte Liga platzt auch der geplante Zusammenschluss mit der HSG Düsseldorf. Auch der Ligakonkurrent hatte Insolvenz angemeldet, als Spielgemeinschaft Dormagen-Düsseldorfer Handballclub Rheinland (DDHC) wollten beide Teams in der kommenden Saison an den Start gehen.

Dem früheren Bundesligisten Düsseldorf fehlen rund 350.000 Euro zur Komplettsanierung des Vereins.

Zustande gekommen sind die Etatlücken durch Altlasten, die ursprünglich durch ein Investorenkonzept innerhalb von fünf Jahren getilgt werden sollten.

Das Konzept scheiterte jedoch. Damit werden auch die Düsseldorfer voraussichtlich den Gang in Liga drei antreten müssen.

Es ist nicht das erste Mal, dass der DHC mit finanziellen Problemen zu kämpfen hat. Bereits im letzten Jahr musste der Klub aus Dormagen aus der Bundesliga zwangsabsteigen. Die Lizenz für die laufende Spielzeit hatten die Rheinländer vor dem Schiedsgericht erstritten.

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