Mehrere Spieler des französischen Meisters Montpellier HB, am Donnerstag (19.00 Uhr) Auftaktgegner der SG Flensburg-Handewitt in der Champions League, stehen unter Manipulationsverdacht.

Ein entsprechendes Ermittlungsverfahren ist eingeleitet worden. Dies bestätigten Justizkreise.

Die Akeure, darunter der ehemalige Kieler Starspieler Nikola Karabatic, sollen am 12. Mai im Auswärtsspiel beim abstiegsgefährdeten Klub Cesson Rennes mit Wetten auf einen Halbzeitrückstand hohe Wettgelder kassiert haben. Mit einem Einsatz von 5.000 Euro sollen 200.000 Euro Gewinn gemacht worden sein.

Klubpräsident Remy Levy erklärte am Mittwoch, er sei im Zuge der Untersuchung angehört worden sei. Er machte aber deutlich, dass der Verein mit dieser Angelegenheit nichts zu tun habe.

"Der Klub streitet jede Verwicklung energisch ab", sagte Levy der Zeitung "Le Midi Libre".

Die Wetteinsätze sollen über ihre Ehefrauen bzw. Freundinnen in drei Wettbüros in Paris, Großbritannien und in der Nähe von Montpellier getätigt worden sein. Rennes lag zur Halbzeit mit 15:12 vorn. Mit dem 31:28-Sieg sicherten sich die Bretonen dann auch den Klassenerhalt.

Karabatic, sein Bruder Luka und Samuel Honrubia fehlten gegen Cesson allerdings verletzungsbedingt.

Der französische Wettanbieter Francaise de jeux (FDJ) hatte die auffällig hohen Wetteinsätze registriert und diesen Vorgang gemeldet. Montpellier war in Rennes ohne seine Nationalspieler angetreten. Alle zehnn verdächtigen Personen sollen von der Polizei in Montpellier zu einer Anhörung geladen werden.

"Ich habe mit Niko gesprochen, er wusste von nichts. Er dachte, die Angelegenheit sei erledigt. Die Spieler sind in dieser Sache niemals angehört worden, auch wurde, soweit ich weiß, niemand vorgeladen", sagte Bhakti Ong, der Manager des ehemaligen Welthandballers Nicola Karabatic, der französischen Nachrichtenagentur "AFP".

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