Zwischen dem früheren Welthandballer Nikola Karabatic und seinem Klub Montpellier HB stehen die Zeichen auf Trennung. Während "L'Equipe" berichtet, der Abgang sei quasi beschlossen und es gebe nur noch ein Tauziehen um die Konditionen, dementiert Agent Bhakti Ong bei SPORT1, dass sein Schützling Karabatic Montpellier verlassen will.

"Montpellier ist auf mich zugekommen und hat darum gebeten, eine Lösung zu finden, damit Nikola geht", berichtet Ong.

Nach Außen erkläre der Klub, alles sei gut, man sei zufrieden mit Karabatic, aber tatsächlich wolle man wegen der finanziellen Probleme den Großverdiener loswerden.

Karabatic, der noch bis 2016 Vertrag hat, wolle den Verein nicht verlassen, auch wenn derlei Gerüchte wiederholt gestreut würden. "Das ist nicht wahr", stellt Agent Ong klar: "Er hat nie gesagt, dass er Montpellier verlassen will. Nie."

Gerüchte, dass Karabatic nach Paris wechseln wolle, hatten Ong und der Spieler schon im Mai dementiert. Daher verhandle er auch nicht mit anderen Vereinen, stellte Ong klar: "Er hat Vertrag." Montpellier wolle es nun so hinstellen, als ob Karabatic von sich aus gehen wolle, aber: "Wenn ein Verein sich von einem Spieler trennen will, dann unter den Konditionen, die der Spieler will."

Präsident Remy Levy hatte zuvor erklärt: "Ich weiß nicht, ob Nikola geht, aber wenn, dann nicht zu den Bedingungen, die sein Agent fordert, nämlich dass er einfach gehen kann, obwohl er noch dreieinhalb Jahre Vertrag bei uns hat."

Ong ist sicher, dass Montpellier sich nicht aus sportlichen Gründen von Karabatic trennen will: "Er ist der beste Spieler. Als er fehlte, haben sie alle Spiele verloren. Seit seiner Rückkehr haben sie nur gegen Flensburg verloren. Bei den Fans, den Sponsoren ist er der Liebling. Immer."

Allerdings bestätigte Ong, dass es zwischen Karabatic und Trainer Patrice Canayer, Meinungsverschiedenheiten gebe. Trotz Karabtic' Kritik am Coach könnten beide aber zusammenarbeiten.

Der französische Nationalspieler habe aber gefordert, dass Canayer, der bei MAHB auch Geschäftsführer ist, mehr Hilfe im taktischen Bereich bekomme, da es gerade beim Spielzeit-Management Probleme und dadurch auch Verletzungen gebe.

Diese Aussagen wurden vom Klub kritisiert, doch Ong bekräftigt, dass ein Spieler wie Karabatic dies äußern dürfe: "Er ist kein normaler Spieler: Er ist eine Marketing-Ikone, der beste Spieler in Frankreich, einer der besten der Welt und dazu noch Kapitän."

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