Bernhard Bauer, designierter Präsident des deutschen Handballbundes DHB, hat für seine Amtszeit flache Hierarchien in den Führungsgremien des Verbandes angekündigt.

"Ich werde offen kommunizieren, die Dinge klar ansprechen und alle einbinden, ohne den Leuten nach dem Mund zu reden", sagte Bauer in einem Interview mit dem "Handball-Magazin": "Es muss allein um die Sache und nicht um persönliche Eitelkeiten gehen."

Der 62-Jährige werde aber auch "gern Kritik provozieren, denn ich glaube, dass es wichtig ist, Dinge von allen Seiten zu beleuchten und auch Außenstehende zu hören, um nicht betriebsblind zu werden".

Bauer, dessen Wahl auf dem DHB-Bundestag am 21. September zum Nachfolger des langjährigen Präsidenten Ulrich Strombach als sicher gilt, nimmt zudem die Nationalspieler in die Pflicht.

"Jeder einzelne Spieler muss wissen, dass er bereits mit seiner Berufung ein Gesicht des Handballs in Deutschland wird und das Bild unserer Sportart prägt", sagte der frühere Politiker.

Nach der verpassten EM-Qualifikation sei er "massiv enttäuscht" gewesen, "weil ich, ausgehend von der WM in Spanien, davon überzeugt war, dass das Team weiß, worum es geht".

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