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Der THW Kiel plant ein Benefizspiel gegen den HSV © imago

Der finanziell schwer angeschlagene HSV Hamburg erfährt nach der Verweigerung der Bundesliga-Lizenz eine Welle der Solidarität.

Auch Rekordmeister THW Kiel ist bereit, den Nordrivalen und noch amtierenden Champions-League-Sieger bei dessen Kampf ums Überleben zu unterstützen.

"Natürlich helfen wir gerne, wenn wir helfen können. Zum Beispiel mit einem Benefizspiel", sagte Kiels Manager Klaus Elwardt auf Anfrage von "Sport Bild Plus": "Hier geht es nicht um die Rivalität zwischen zwei Klubs, hier geht es um das Wohl des gesamten deutschen Handballs."

Kiel soll bereit sein, gegen den HSV zu einem Benefizspiel anzutreten und die dabei erzielten Einnahmen dem HSV zu seiner Rettung zur Verfügung zu stellen.

Zudem kündigten Hamburger Anhänger um den früheren Fanbeauftragten Torsten Lucht an, in den kommenden Tagen 20.000 Euro zu spenden.

Das ist allerdings nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Von entscheidender Bedeutung scheint jedoch weiterhin die Frage, ob der zurückgetretene Präsident und Mäzen Andreas Rudolph ein weiteres Mal Geld aus seinem Privatvermögen zur Verfügung stellt, um das Loch von 2,7 Millionen Euro zu stopfen.

"Er versucht, alles zu erledigen. Aber die Familie Rudolph kann nicht die Lösung auf Dauer sein. Da ist weder die physische Kraft noch die psychische Kraft für vorhanden", sagte dessen Bruder und Aufsichtsratsmitglied Matthias Rudolph der "Bild": "Wenn einer kommt und sagt, 'ich will helfen', dann schmeißen wir den Rettungsanker doch nicht weg. Nur die Schlange der Interessenten habe ich noch nicht gesehen. Ebenso keinen, der als Hauptsponsor eine siebenstellige Summe zahlen möchte."

Trotz der finanziell bedrohlichen Situation setzte der Verein am Montagnachmittag ein positives Zeichen in Richtung der Fans und verlängerte die Frist für den Dauerkartenvorverkauf.

"Wir möchten den treuesten Fans die Hand reichen. Wir tun alles dafür, dass es im Laufe der nächsten Tage mit der Lizenzerteilung klappt und dass wir damit ein endgültiges Zeichen für die Zukunft aussenden können", sagte Geschäftsführer Holger Liekefett.

Jetzige Dauerkarteninhaber haben statt des 30. Mai bis zum 15. Juni Zeit, sich ihre Plätze erneut zu reservieren.

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