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Benjamin Weß vom Rot-Weiss Köln erzielte den erlösenden Ausgleich © imago

Weises Herren setzen ihr erstes WM-Spiel gegen Südkorea um ein Haar in den Sand, laufen lang einem 0:2-Rückstand hinterher.

Neu Delhi - Titelverteidiger Deutschland hat in seinem Auftaktmatch bei der Hockey-Weltmeisterschaft in Neu Delhi/Indien einen Fehlstart gerade noch vermieden.

Das junge Team von Bundestrainer Markus Weise trennte sich nach einem 0:2-Pausenrückstand mit 2:2 (0:2) von Südkorea. (Interview mit Markus Weise)

Benjamin Weß (58.) und der erste 18 Jahre alte Florian Fuchs (50.) sorgten nach einer starken zweiten Halbzeit für den verdienten Punktgewinn gegen die laufstarken Asiaten.

Hyun Hye-Sung (3.) und Lee Nam-Yong (15.) hatten Korea bereits früh in Führung gebracht. "Das war insgesamt ein guter Auftakt", sagte Weise, "Wir haben viel mehr für das Spiel getan, sind nach dem Rückstand zurückgekommen. Ich bin nicht unzufrieden."

Drucksituation umgangen

Bei einer Niederlage wäre die deutsche Mannschaft in der Gruppe A mit Blick auf das Ziel Halbfinale schließlich erheblich unter Druck geraten.

Neben Südkorea gilt die Niederlande als stärkster Kontrahent um einen Platz in der Vorschlussrunde. Im ersten Spiel der Gruppe A siegte Geheimfavorit Neuseeland mit 3:2 (1:2) gegen Kanada. (Alle Spiele, ab 12.05 Uhr live auf dsf.de)

Die erste Chance hatte zwar in der zweiten Minute das deutsche Team, aber die Strafecke von Olympiasieger Jan-Marco Montag klärte Torwart Lee Myung-Ho.

Der koreanische Keeper entwickelte sich ohnehin zum Alptraum für die deutschen Eckenschützen. Insgesamt sechs dieser Großchancen konnte der Olympiasieger nicht verwerten.

Südkorea konsequent

Hier machte sich dann doch das Fehlen des Weltklassestürmers Christopher Zeller bemerkbar, der aus Ausbildungsgründen nicht an der WM teilnimmt.

"Die Eckenausbeute war leider mäßig", so Weise. Kapitän Max Müller meinte: "Uns fehlte noch ein bischen der Rhythmus bei den Ecken."

Die Südkoreaner machten das viel besser. Gleich ihre erste Strafecke konnten sie nutzen. Torwart Max Weinhold hatte gegen den harten Schlenzball von Hyun keine Abwehrchance.

Deutschland versuchte danach zwar mit ruhigen Aufbau ins Spiel zu kommen, schaffte es aber bnicht, den Gegner unter Druck zu setzen.

Glänzende Moral

Mit einem spektakulären Rückhandschuss aus spitzem Winkel und dank der "Mithilfe" von Weinhold erhöhte Lee sogar zum 2:0 für die Koreaner.

Damit musste Deutschland zum zweitenmal in seiner WM-Geschichte mit einem Zwei-Tore-Rückstand in die Pause gehen. Nach dem Wechsel aber zeigte das deutsche Team glänzende Moral.

Immer wieder berannten sie den gegnerischen Schusskreis und kamen durch ein spektakuläres Tor des Hamburger Junioren-Weltmeisters Fuchs zum Anschluss.

Fuchs sei Dank

Der 18-Jährige "tauchte" nach einem Pass von Moritz Fürste und überwand den südkoreanischen Torwart. Fuchs erzielte damit bereits sein achtes Tor im achten Länderspiel.

Erst nach dem Ausgleich von Weß kamen auch die Asiaten wieder etwas besser ins Spiel. Die Schlussphase brachte einen offenen Schlagabtausch, aber keine Entscheidung mehr.

Nächster Gegner des deutschen Teams am Mittwoch ist Kanada (live auf dsf.de).

Erzrivale Niederlande mit Auftaktsieg

Deutschlands Erzrivale Niederlande und Neuseeland sind mit Siegen in die Weltmeisterschaft gestartet.

Nach dem souveränen 3:0 (2:0) gegen Argentinien haben die Niederländer auch die Tabellenführung in der Gruppe A übernommen.

Geheimfavorit Neuseeland, der vor Deutschland auf dem zweiten Platz liegt, hatte sich im Eröffnungsspiel der Gruppe mit 3:2 (1:2) gegen Kanada durchgesetzt.

Neben Südkorea, das nach dem 2:2 gemeinsam mit Deutschland auf Rang drei liegt, gelten die Niederländer als härtester Konkurrent der deutschen Mannschaft auf dem Weg ins Halbfinale. Aus jeder Gruppe qualifizieren sich die zwei besten Teams für die Vorschlussrunde.

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