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Moritz Fürste erwartet nun das Entscheidungsspiel gegen Neuseeland © getty

Gegen die Niederlande reichen die Toren von Korn und Montag nicht zum Sieg. Nun wartet das Entscheidungsspiel gegen Neuseeland.

Neu Delhi - Nur fünf Minuten haben Weltmeister Deutschland bei der Hockey-WM in Neu Delhi am vorzeitigen Einzug ins Halbfinale gefehlt, die Enttäuschung war den deutschen Spielern nach dem umkämpften 2:2 (0:1) gegen die Niederlande deshalb anzusehen.

Dass sie durch den Punktgewinn das Vorrücken in die Vorschlussrunde weiterhin in der eigenen Hand haben, konnte sie zunächst kaum trösten.

"Wir sind super enttäuscht. Wir hatten Chancen, uns direkt zu qualifizieren und haben es nicht geschafft", sagte Verteidiger Benjamin Weß.

Montag und Korn treffen

Das Team von Bundestrainer Markus Weise liegt nun mit acht Punkten auf Platz zwei hinter den Niederlanden (10), behält aber einen Punkt Vorsprung auf Südkorea.

Im abschließenden Gruppenspiel am Dienstag (ab 14.05 Uhr/ alle Spiele LIVE auf dsf.de) trifft Deutschland auf Neuseeland, während die Niederlande und Südkorea direkt aufeinandertreffen.

Oliver Korn (43,.) und Jan-Marco Montag (63.) erzielten die Treffer für das junge deutsche Team, das als erste Mannschaft nach den Titelgewinnen 2002 und 2006 einen WM-Hattrick schaffen kann.

Wouter Jolie (23.) hatte die Holländer in Führung gebracht. Routinier Teun de Noojer glich in der 65. Minute die Partie noch aus.

Nervosität der Deutschen

Bundestrainer Weise bemühte sich darum, das Positive zu sehen: "Ich finde, die Mannschaft hat ein gutes Spiel gemacht gegen einen der Favoriten hier. Sie hat gut umgesetzt, was wir besprochen haben. Es war eine tolle Einstellung, wir hätten einen Sieg verdient gehabt."

Im ersten Durchgang herrschte auf beiden Seiten noch viel Nervosität.

Deutschland spielte sich zwar früh zwei Strafecken heraus, konnte diese Chance aber nicht nutzen.

Mit zunehmender Spieldauer schlichen sich zunehmend kleine Fehler in das Spiel ein, es gab Abstimmungsprobleme, Spielfluss stellte sich zunächst nicht ein.

Video-Entscheid benötigt

Der Rückstand durch eine Strafecke, die Torwart Tim Jessulat noch mit den Schienen abfälschte, war nicht einmal unverdient.

"Die erste Hälfte war nicht so stark", gab Weß zu, "die zweite deutlich besser, wir sind dann auch verdient in Führung gegangen".

Nach der Pause nahm das junge deutsche Team, in dem nur noch drei Weltmeister von 2006 stehen, das Heft immer mehr in die Hand.

Der Ausgleich durch das Tor von Korn, über das erst der Video-Schiedsrichter entscheiden musste, war verdient.

Volleyschuss zur Führung

Deutschland presste danach weiter auf das Tor, wollte die Entscheidung und wurde durch den sehenswerten Treffer von Montag mit einem Volleyschuss auch belohnt.

Um so ärgerlicher, dass es dennoch nicht reichte. "Wenn man sechs Minuten vor Schluss 2:1 führt, ist das ärgerlich", sagte Weß, "aber wir schaffen das Halbfinale auch noch mit einen Sieg gegen Neuseeland."

In der Gruppe B steht dagegen der noch ungeschlagene Europameister England bereits vorzeitig als erster Halbfinalist fest.

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