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Florian Fuchs erzielte gegen Neuseeland das 2:0 für das deutsche Hockey-Team © getty

Durch den Sieg gegen Neuseeland wahrt das deutsche Team seine Chancen auf die Titelverteidigung. Nun geht es gegen England.

Neu Delhi - Olympiasieger Deutschland hat bei der Hockey-Weltmeisterschaft der Herren in Neu Delhi das Halbfinale am Donnerstag erreicht und die Gruppe A als Tabellenerster abgeschlossen.

Im letzten Vorrundenspiel besiegte der Titelverteidiger Neuseeland 5:2 (2:0) und überstand damit die Gruppenphase ohne Niederlage.

Da die Niederlande 1:2 (1:1) gegen Südkorea verlor, verdrängte die Auswahl des Deutschen Hockey-Bundes (DHB) den Erzrivalen auf Platz zwei.

Die Spieler dankten ihren begeisterten Fans mit "La Ola", der Coach war zufrieden und erleichtert.

Als einzige Mannschaft ungeschlagen

"Wir haben ein gutes Spiel gemacht und die Schwachstellen des Gegners gefunden", sagte Bundestrainer Markus Weise und atmete tief durch.

Deutschland, als einzige Mannschaft bei dieser WM noch ungeschlagen, trifft am Donnerstag (13.35 Uhr MEZ) als Gruppensieger auf Europameister England, Zweiter der Vorrundengruppe A.

Um 16.05 Uhr MEZ stehen sich im Kampf um den Einzug ins Endspiel Australien und die Niederlande gegenüber. (alle Spiele LIVE auf dsf.de)

Deutschland kann Geschichte schreiben

Damit bleiben auch die Chancen der Deutschen intakt, in Indien Hockey-Geschichte zu schreiben. Noch nie ist ein Team dreimal binnen acht Jahren Weltmeister geworden.

"Das darf es noch nicht gewesen sein, jetzt ist alles möglich", sagte Benjamin Wess.

Die Auswahl des Deutschen Hockey-Bundes (DHB) hatte den Grundstein zum letztlich ungefährdeten Sieg vor dem Seitenwechsel gelegt. Nach einer Viertelstunde brachte der Gladbacher Christoph Menke das DHB-Team in Führung.

Zu viele Fehlpässe

Florian Fuchs vom Uhlenhorster HC aus Hamburg erhöhte nach der ersten deutschen Strafecke sieben Minuten vor dem Halbzeitpfiff im Nachschuss auf 2:0.

In den zweiten 35 Minuten machten sich die Deutschen durch zahlreiche Fehlpässe das Leben phasenweise selbst schwer.

Zwar sorgte der Hamburger Philip Witte in der 47. Minute für den dritten deutschen Treffer, doch danach kamen die "Kiwis" immer stärker auf und brachten die deutsche Mannschaft durch Tore von Shea McAleese (50.) und Nicholas Wilson (54.) kurzzeitig in Bedrängnis.

"Wir hatten wackelige Phasen"

Doch der Hamburger Moritz Fürste nach Kurzer Ecke in der 63. und Matthias Witthaus (Barcelona) in der 64. Minute stellten den alten Abstand wieder her.

Aber Coach Weise war auch nicht verborgen geblieben, dass seine Schützlinge nicht immer die volle Spielkontrolle hatten.

"Wir hatten wackelige Phasen, wir hatten einen kritischen Punkt, wir waren anfällig. Aber wir sind nicht umgefallen", sagte der Trainer, der dem Semifinale gelassen entgegensieht:

"Alle denkbaren Gegner sind gut, ein leichtes Spiel wird es für uns auf keinen Fall geben."

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