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Pilt Arnold (l.) kann die Niederlage gegen die Niederlande nicht verhindern © imago

Für den Olympiasieger ist das Unternehmen Champions Trophy beendet. Bundestrainer Markus Weise kennt den Grund für das Aus.

Mönchengladbach - Der Traum vom Heimsieg bei der 32. Champions Trophy in Mönchengladbach ist für die deutschen Hockey-Herren geplatzt.

Der Olympiasieger verlor am Samstag zum Vorrundenabschluss gegen die Niederlande 0:1 (0:1) und spielt nach der dritten Niederlage in Folge jetzt am Sonntag um den dritten Platz wieder gegen den WM-Dritten.

Für Oranje war Mink van der Weerden bereits in der achten Minute erfolgreich.

"Wir haben uns heute mal wieder selbst übertroffen und unsere phänomenale Eckenserie nahtlos fortgesetzt. So kann man keine Spiele gewinnen", sagte Bundestrainer Markus Weise, dessen Team sieben Strafecken nicht genutzt hatte:

Australien im Finale

"Und auch, was wir sonst gemacht haben, hat nicht gereicht."

Anstatt auf die deutsche Mannschaft trifft im Finale Weltmeister und Titelverteidiger Australien auf Europameister England, der sich gegen Neuseeland 4:3 (3:1) durchsetzte. Spanien verpasste durch die 1:3 (1:1)-Niederlage gegen die verlustpunktfreien "Aussies" nicht nur das Endspiel, sondern muss sogar gegen Neuseeland gegen den Abstieg kämpfen.

Die Engländer setzten sich gegen Neuseeland 4:3 (3:1) durch und können von den Spaniern nur noch abgefangen werden, falls die Iberer zum Vorrundenabschluss den "Aussies" die erste Niederlage beibringen.

Zeller fehlt

Die Auswahl des Deutschen Hockey-Bundes musste zum Vorrundenabschluss erneut auf den an den Adduktoren verletzten Torjäger Christopher Zeller verzichten.

Der Olympiasieger und Weltmeister 2006, der nach einer fast einjährigen Studienpause und dem Verzicht auf die WM im März in Indien bei der Champions Trophy sein Comeback im Nationalteam feierte, hatte bereits bei den ersten beiden Spielen gegen England und Neuseeland wegen muskulärer Probleme gefehlt.

Bei seinem ersten Einsatz am Dienstag gegen Spanien hatte er dann gleich wieder ein Tor erzielt, was die erste Niederlage im Turnier aber auch nicht verhinderte.

Beim 1:3 am Donnerstag gegen Weltmeister und Titelverteidiger Australien fehlte Zeller dann erneut.

Oranje mit gutem Start

Nach der Niederlage gegen die "Kookaburras" stand die DHB-Auswahl im Nachbarschaftsduell unter Zugzwang.

Den besseren Start in die Partie erwischten aber die Niederländer. Nach den ersten Chancen kam Oranje auch zur ersten Strafecke der Partie, die van der Weerden mit einem Flachschuss zur Führung nutzte.

Weinhold verhindert höheren Rückstand

Vier Minuten später verhinderte Torhüter Max Weinhold bei der zweiten Strafecke mit einer guten Parade einen höheren Rückstand und war auch später gegen Robbert Kemperman auf dem Posten.

In der 34. Minute hatte Oskar Deecke nach einem schnellen Konter die große Chance zum Ausgleich, scheiterte aber an Torhüter Jaap Stockmann.

In der 40. Minute wurde nach einem guten Angriff Florian Fuchs von Stockmann gestoppt, allerdings auf Kosten einer Strafecke.

Die wehrten die Niederländer mit viel Mühe knapp vor der Torlinie ab, produzierten aber eine weitere Strafecke. Bei der verfehlte Oliver Korn mit einem Stecher knapp das Tor.

Müller rettet auf der Linie

In der 52. Minute verfehlte Linus Butt nach einer weiteren Ecke in aussichtsreicher Position den Ball. Eine Viertelstunde vor Schluss ließen die Gastgeber zwei weitere Strafecken ungenutzt.

Dreieinhalb Minuten vor Schluss verhinderte Kapitän Max Müller das 0:2, als er den Ball spektakulär auf der eigenen Torlinie an den Innenpfosten lenkte und danach aus der Gefahrenzone schlug.

Video-Beweis

Der Video-Schiedsrichter bestätigte die Schiedsrichter-Entscheidung, nicht auf Tor zu erkennen.

Keine Minute später musste die Video-Überwachung auf den anderen Seite zu Rate gezogen werden, die deutsche Mannschaft erhielt aber nicht die erhoffte Strafecke.

Die siebte und letzte Ecke gab es dann 25 Sekunden vor Schluss, aber auch die wurde ausgelassen.

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