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Die deutschen Hockey-Herren triumphierten bisher sechs Mal bei der Europameisterschaft © getty

Bei der Hockey-EM greifen die deutschen Männer und Frauen nach der Krone. Es geht aber vor allem um die Olympia-Tickets.

Mönchengladbach - Die Olympia-Qualifikation als Pflicht, der EM-Titel als Kür: Deutschlands Hockey-Nationalmannschaften streben bei den am Samstag in Mönchengladbach beginnenden Europameisterschaften große Ziele an.

Für Stephan Abel, den Präsidenten des Deutschen Hockey-Bundes (DHB), steht das Ticket für London 2012 dabei ganz oben auf der Prioritätenliste. ( DHB-Aufgebot)

"Eine erfolgreiche Olympia-Qualifikation ist für unseren Verband überlebenswichtig", sagt Abel: "Unsere Finanzierung ist in wesentlichen Teilen vom sportlichen Erfolg unserer Auswahlmannschaften abhängig. Viele Förderungen und Sponsorengelder sind daran gekoppelt."

Bach kommt zur Eröffnung

Zuletzt hatten die deutschen Teams bei Olympia glänzen können:

2008 in Peking holten die Männer Gold, vier Jahre zuvor hatten es ihnen die Frauen in Athen vorgemacht.

Zahlreiche internationale Erfolge haben in den vergangenen Jahren Aufmerksamkeit erregt und Außenwirkung hinterlassen. Zum EM-Eröffnungstag hat sich der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) angekündigt.

Thomas Bachs Besuch verdeutlicht den hohen Stellenwert des Hockeysports.

Olympia-Quali als Minimalziel

In Gladbach werden insgesamt fünf Olympia-Tickets vergeben - zwei im Frauenturnier und drei bei den Männern.

Die erfolgreiche Qualifikation für die Sommerspiele haben beide deutschen Teams als Minimalziel ausgegeben. Der eigene sportliche Anspruch geht jedoch darüber hinaus.

"Natürlich gehören wir zum Kreis der Favoriten, wir wollen in Mönchengladbach den siebten EM-Titel gewinnen", sagte Männer-Bundestrainer Markus Weise.

"Wollen einen großen Titel"

Die DHB-Männer starten am Samstag mit der Partie gegen Belgien ins 13. EM-Turnier.

Für Weise ein guter Auftaktgegner: "Ich bin froh, dass wir gleich im ersten Spiel auf die Belgier treffen. Wir wollen mit einem Sieg starten."

In der Gruppe A trifft der Rekord-Europameister zudem auf den Olympiazweiten Spanien und Außenseiter Russland. In einem möglichen Halbfinale könnten Titelverteidiger England und der WM-Dritte Niederlande warten.

"Unsere Motivation könnte nicht größer sein", erklärte Mannschaftskapitän Maximilian Müller und fügte hinzu: "Wir wollen endlich mal wieder einen großen Titel gewinnen."

Zuversicht bei den Damen

Den peilt bei der zehnten Europameisterschaft der Frauen auch das Team von Bundestrainer Michael Behrmann an.

"Wir sind gut vorbereitet, die letzten Testspielergebnisse haben meiner Mannschaft sehr viel Selbstvertrauen gegeben. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir das Turnier gewinnen können", sagte Behrmann zuversichtlich.

Der Erzrivale wartet

Im Auftaktspiel am Samstag gegen Irland soll der Grundstein für den Halbfinal-Einzug gelegt werden.

Weitere Gruppengegner sind die starken Engländerinnen und Belgien. Auf dem Weg zum EM-Gold muss die DHB-Auswahl auch den Erzrivalen Niederlande aus dem Weg räumen.

Der siebenmalige Europameister will seinen Titel erfolgreich verteidigen und ist der große Favorit in der Gruppe A.

Hilft der Heimvorteil?

In Mönchengladbach könnte der Heimvorteil das Zünglein an der Waage sein.

Der Vorverkauf lief nach Auskunft der Veranstalter sehr gut, für den Eröffnungstag waren am Donnerstag noch rund 3000 Tickets erhältlich.

"Wir wollen die Unterstützung der Zuschauer über unsere Spielleistung provozieren. Wenn uns das gelingt, dann könnte es zu einem positiven Wechselspiel mit dem Publikum kommen", erklärt Weise.

Wie bei der Weltmeisterschaft 2006: Damals gewannen die deutschen Männer im Gladbacher Hockeypark den Titel.

Die Vorrundenspiele der deutschen Teams:

Männer: Belgien (Samstag, 14.00 Uhr), Spanien (Montag, 15.00), Russland (Mittwoch, 15.00)

Frauen: Irland (Samstag, 15.50), England (Sonntag, 16.00), Belgien (Dienstag, 15.00)

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